Posts by Bernd

    Eine linksradikale Politik müsste die Profitwirtschaft -sprich die Versklavung und systematische Ausplünderung der neokolonial abhängigen Länder- angreifen, Solidarität mit den nationalen Befreiungskämpfen üben und das Asylrecht verteidigen.

    Immerhin hat der Ausgangsthread mit Überlegungen zu möglicherweise verbürgerlichten Arbeitern begonnen (worauf Neoprene, und speziell ich in etwas ironischer Weise, sinngemäss erwidert haben, dass die eigentlich immer bürgerlich waren und für die in sie gesetzten Hoffnungen wenig Anhaltspunkte boten).


    Da habe ich einen Widerspruch. Die Arbeiter und die breiten Volksmassen waren in der Geschichte keineswegs immer "bürgerlich", sondern haben durchaus Revolution gemacht. Das erste mal ist bekannt als Pariser Kommune. Allerdings war diese Revolution nicht marxistisch, sondern die Revolutionäre folgten den Ideen Proudhons bzw Blanquis. Trotzdem hat Karl Marx diese Revolution aktiv unterstützt. Er sah sich bestätigt darin, dass die Arbeiterklasse ihre Befreiung vermittels der Prinzipien der Pariser Kommune zukünftig erreichen wird.


    Heutige Parteikommunisten würden diese Revolution allerdings als "kleinbürgerlich-anarchistisch" motiviert ansehen und ihr die Unterstützung verweigern, weshalb sie auch in ihren jährlichen Lobesworten auf die Pariser Kommune deren proudhonistisch-blanquistischen Charakter verschweigen müssen.

    Hallo franziska,


    Deiner Empfehlung, sich mit der Idee der Kreislaufwirtschaft bzw naturgemäßen oder naturinspirierten Produktionsweise zu befassen und deren praktische Umsetzung zu betreiben, schließe ich mich vorbehaltlos an.


    Heute haben wir weltweites Artensterben, Überfischung der Meere, Raubbau an den natürlichen Ressourcen, Abholzung von Regenwäldern, Verseuchung von Wasser, Luft und Böden durch giftige Chemikalien, radioaktive Strahlung, Fracking usw. Und im momentan laufenden Wahlkampf spielt das alles keine bzw nur eine marginale Rolle. Selbst Naturkatastrophen werden von den bürgerlichen Politikern zur Kulisse für ihren Wahlkampf umfunktioniert, anstatt dass die Menschen sich die Frage nach den tieferen Ursachen -vor allem dem Anteil unserer momentanen Produktions- und Lebensweise- daran stellen.


    Jeder Arzt weiß: Menschen können auf Dauer nicht gegen die Gesetze der Natur leben, ohne von Krankheiten befallen zu werden und an ihnen zu leiden bzw zu sterben. Ökologen sagen, dass die Erde in zwei bis drei Generationen für die Menschheit teilweise unbewohnbar sein wird, wenn wir so weiter machen wie in den letzten 150 Jahren.


    Es scheint so, dass die Bewegung der Materie derzeit so verläuft, dass das Verharren ihrer gesellschaftlichen (sozialpolitischen) Bewegungsform im Kapitalismus ihre anorganische bzw. organische Bewegungsform so beeinflusst, dass der Menschheit das Ende ihrer Entwicklung, dh das Aussterben droht.


    Eine naturgemäße bzw. naturinspirierte Produktionsweise bedeutet, dass die Menschheit die heutige Form der Produktion ändern muss, dh wir müssen darüber nachdenken, welche fortschrittlichen Elemente der heutigen Produktion wir für eine naturgemäße oder naturinspirierte Kreislaufwirtschaft brauchen und welche nicht, welche neuen Elemente wir benötigen und wie wir diese Elemente künftig innerhalb des Produktionssystems anordnen müssen, damit das Gesamtsystem es eine naturgemäße oder naturinspirierte Produktionsweise ergibt.


    Mit dieser Strukturänderung wird sich dann der Inhalt des Systems vom kapitalistischen zum radikalökologisch-vergesellschafteten System ändern. Ein solches System ist aber nur dann bestandsfähig, wenn es keine Staaten, kommunalen Körperschaften oder Körperschaften gleich welcher Art bzw Betriebe mehr gibt, die miteinander konkurrieren und nach gegenseitiger zumindest ökonomischer oder gar physischer Vernichtung trachten.


    Ob diese objektiv heute bereits möglichen und sinnvollen Strukturänderungen rechtzeitig stattfinden werden, hängt vom Willen der Menschen und in welcher Form sie ihren Überlebensinstinkt betätigen ab, ist also höchst subjektiv. Die Auseinandersetzung mit den Gegnern dieser notwendigen Restrukturierung der Produktionsform muss also darum geführt werden, den Willen zu dieser Veränderung zu wecken und sie in die Tat umzusetzen.


    Damit haben wir ein strategisches Ziel: Die strukturelle Veränderung des kapitalistischen Produktions- und Gesellschaftssystems zu einem radikalökologisch-vergesellschafteten System. Um diesem Ziel näher zu kommen, benötigen wir eine nun Taktik, die geeignet ist, den Willen der Menschen zu dieser Veränderung zu wecken.


    Gruß
    Bernd

    Das alles liegt völlig außerhalb des Horizonts beider, bürgerlicher Eliten wie ihres dienstbaren Fußvolks.

    Hier habe ich einen Widerspruch. Umweltbewusstsein liegt keinesfalls außerhalb des Horizonts bürgerlicher Eliten und ihres dienstbaren Fußvolks. Die Umweltbewegung wird auch von Teilen der nichtmonopolisierten Bourgeoisie und umweltbewussten Managern getragen. Außerdem gibt es in kapitalistischen Großbetrieben quer durch alle Bereiche Menschen mit Umweltbewusstsein. Nur ist das Führungspersonal kapitalistischer Betriebe an Gesetzmäßigkeiten der kapitalistischen Produktionsweise gebunden, dh. international agierende Großbetriebe (zB RAG, Veolia, Siemens, Monsanto etc) müssen ihr überschüssiges Kapital maximalprofitbringend investieren und das bedeutet, dass sie auf die Umweltverträglichkeit ihrer Investitionen in der Regel keine große Rücksicht nehmen können. In den Betrieben der nichtmonopolistischen Bourgeosie sieht das anders aus; die müssen nur Durchschnittsprofite erwirtschaften und können daher mehr Umweltschutz betreiben.


    Im Kern ist der Kapitalismus unvereinbar mit der Erhaltung der natürlichen Umwelt, dh die dialektische Einheit von Mensch und Natur wird zerbrechen, wenn wir die kapitalistische Produktionsweise nicht überwinden. Erste Anzeichen für eine Entgleisung der natürlichen Stoffkreisläufe sind da.


    Die Natur ist die Quelle aller Gebrauchswerte und erste Quelle aller Arbeitsmittel und -gegenstände. Arbeit selbst ist eine mögliche Erscheinungsform der Naturkraft "menschliche Arbeitskraft". Sie kann nur dann Quelle von Gebrauchswerten (und Reichtum) werden, wenn der Mensch sich als Eigentümer zur Natur verhält. Kapitalisten sind Eigentümer der gegenständlichen Arbeitsbedingungen; der Rest der Menschheit ist im Kapitalismus Eigentümer seiner Naturkraft "menschliche Arbeitskraft" ist und kann nur mit Erlaubnis der Kapitalisten "arbeiten".


    Was also tun? Wie also die Produktion auf die gesellschaftlich notwendige Produktion begrenzen und organisieren, so dass sie perfekt zu den natürlichen Stoffkreisläufen passt?

    Ich war im Oktober 2010 zwei Wochen in Berlin und war sehr beeindruckt davon, wie eine Bewegung von unten quer durch alle Schichten mittels Mobilisierung für ein Volksbegehren einem Konzern wie Veolia die Wasserversorgung streitig gemacht hat. Wenn auch der ganze Kampf in den formalen Bahnen des kapitalistischen Systems ausgetragen wurde: Es hat zumindest ein Zurückweichen von Veolia gebracht. Ich denke, dieser Rückschlag für Veolia hat die Durchsetzung der Wasserprivatisierung für ganz Deutschland erheblich erschwert. Damit sind die Möglichkeiten der bürgerlichen Politik zum Ausverkauf der Wasserversorgung zwecks Sanierung kommunaler Haushalte und die Möglichkeiten von Konzernen wie Veolia, ihr überschüssiges Kapital maximalprofitbringend dort anzulegen, in Deutschland eingeschränkt und die Berliner haben die Erfahrungen mit den universellen negativen Auswirkungen dieser Privatisierung auf ihr Leben angemessen und erfolgreich beantwortet.

    Die "Teleologie" und der Determinismus besteht in der Erwartung, die "objektive Stellung" (im Auge des Erwarters) der Betroffenen erzwinge - am besten noch ergänzt durch "ob sie wollen, oder nicht" - eine bestimmte, nämlich genau diese Einsicht des Erwarters.


    Sehe ich auch so. Einen Determinismus, dass Arbeiter aufgrund ihrer Stellung im System automatisch "revolutionär" wären und den Sozialismus errichten würden, den gibt es nicht und den gab es auch nie. So was anzunehmen, das ist ein mechanischer Materialismus, der auch Karl Marx fremd war.


    Die Kämpfe, die heute stattfinden, sind ehr spontane Reaktionen der Menschen gegen einzelne Zumutungen des Kapitalismus, sei es aus materieller Not bzw Existenzangst (Überlebenstrieb), aufgrund Unterdrückung oder nur aus Empörung heraus (zB über unsinnige Megaprojekte wie Stuttgart21). Aber selbst diese spontanen Kämpfe haben nicht per se den Inhalt, den Herrschenden die Machtfrage zu stellen. Und nicht jeder, der sich empört, unterdrückt ist oder in materieller Not ist, nimmt den Kampf auch wirklich auf.


    Da muss schon ein gewisser Schalter im Hirn umfallen, damit jemand aus zwecks Verbesserung seiner Lage überhaupt aktiv wird.

    Linke klagen, dass die Lohnabhängigen nicht das denken und tun, was die Linken von ihnen erwarten.

    Naja, ich lasse mir ja auch nicht von linken Protestindustriellen vorschreiben, was ich zu denken und zu tun habe. Warum sollten also Arbeiter das tun? Warum sollten Arbeiter sich freiwillig von "Linken" erziehen lassen und sich ihnen unterwerfen?


    Emanzipation ist ein Prozess der Ablösung der Arbeiter UND der Kleinbürger aus der derzeitigen Unterwerfung unter das Diktat des Kapitals. Der Arbeiterklasse wird diese Unterwerfung durch die Konkurrenz ihres beschäftigten Teils mit der industriellen Reservearmee aufgezwungen (MEW, Band 23, S. 665). Die heute gängige Arbeiterassoziation, die Gewerkschaft, predigt der Arbeiterklasse die Reformierbarkeit des Kapitalismus und kooperiert mit dem Kapital und seinen Funktionären. Selbst wenn die Arbeiter sich also -wie im "Manifest der Kommunistischen Partei" vorhergesagt (MEW, Band 4, S. 473 f.)- entschließen, sich zwecks Überwindung ihrer konkurrenzbedingten Isolierung zu organisieren, sind sie immer in den Fängen von Funktionären, die das kapitalistische Elend halt ein wenig erträglicher gestalten wollen, aber an revolutionären Lösung nicht interessiert sind.


    Es fehlt also für organisationswillige Arbeiter (und Kleinbürger) schon an der Möglichkeit "einer revolutionären Vereinigung durch Assoziation", wie sie im "Manifest der kommunistischen Partei" beschrieben ist. Vom allumfassenden Einfluss der bürgerlichen Propaganda über die Massenmedien und den darüber transportierte Ideologie des Individualismus und den durch das Scheitern des DDR-Pseudosozialismus 1989/90 tief verwurzelten grundsätzlichen Vorbehalte gegen den Marxismus bzw Sozialismus gar nicht zu sprechen.

    Ist die These zu gewagt, dass eine Verkleinbürgerlichung der Bevölkerung zu konstatieren ist?

    Nein. Ein bedeutender Teil der Arbeiterklasse lebt heute tatsächlich in Verhältnissen, die früher den Kleinbürgern vorbehalten waren. Der Lebensstandard dieses Teils der Arbeiterklasse hat sich dem des Kleinbürgertums weitgehend angeglichen und viele Arbeiter haben ein Bildungs- und Kulturniveau erreicht, das früher den Kleinbürgern vorbehalten war. Teilweise arbeiten Arbeiter und Ingenieure heute ("kleinbürgerliche Intelligenz") gleichberechtigt zusammen. Der Übergang zwischen Kleinbürgertum und Arbeiterklasse ist heute fließend, zumal auch kleinbürgerliche Intellektuelle heute zunehmend mit proletarischen Arbeitsbedingungen konfrontiert sind und ihre Kinder nicht selten Arbeiter oder einfache Angestellte werden.


    Und das hat demoralisierende und desorganisierende ideologische Auswirkungen auf die breite Masse der Arbeiterklasse.

    Hallo,


    betreffend Statistiken finde ich die Jahres-CDs der Gesellschaft zur Förderung wissenschaftlicher Studien in der Arbeiterbewegung (GSA e.V.) recht gut. Du findest auf der neuesten CD unter A. 23. Wirtschaftszahlen der BRD eine Aufschlüsselung der Vorleistungs-, Investitions-, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter für die Jahre 2005 bis 2012. Alternativ müsstest Du Dich durch die Statistischen Wochenberichte bzw durch die Wirtschaftsgutachten des Sachverständigenrates durcharbeiten.
    http://www.gsa-essen.de/cms/index.php


    Gruß
    Bernd

    Im Marxismus werden Dienstleistungen generell als unproduktive Arbeit gesehen, weil kein materielles Produkt hergestellt wird, sonder nur immaterielle Güter oder Werte.


    Die bürgerliche Ökonomie bezeichnet aber auch Leiharbeit oder Werkvertragsarbeit als "(Industrie)dienstleistungen", obwohl die Arbeiter hier im Entleihbetrieb oft Waren herstellen. Man muss also immer genau hinsehen, ob materielle oder immaterielle Güter und Werte hergestellt werden.


    Die Lohnempfänger im Dienstleistungsgewerbe beziehen ihren Lohn aus dem Gesamtmehrwert, den die produktiven Arbeiter geschaffen haben. Dabei spricht man bei Lohnempfängern im Bereich Handel, Banken und Versicherungen von mehrwertrealisierenden Zirkulationsarbeitern. Öffentlich Bedienstete beziehen ihren Lohn aus dem Teil des Gesamtmehrwerts, den der Staat in Form von Steuern für sich beansprucht und privat Bedienstete beziehen ihren Lohn aus dem Teil des Gesamtmehrwerts, der als Revenue in ihrem Betrieb anfällt.


    Gruß
    Bernd

    leser ,


    Die Ware ist das Produkt menschlicher Arbeit, das geeignet ist, bestimmte Bedürfnisse des Menschen zu befriedigen, und das gegen andere Waren austauschbar ist.

    Ein Produkt der menschlichen Arbeit ist dann Ware, wenn es zum Verkauf produziert wird. Dinge, die man zum eigenen Gebrauch herstellt, sind keine Waren. Bäckt sich jemand einen Laib Brot zum Eigenverzehr, dann ist das Brot zwar Produkt der menschlichen Arbeit, aber keine Ware. Bäckt ein Bäcker Brot zum Verkauf, dann ist das Brot Ware.


    Eine Ware wird aber nur dann gekauft, wenn der Käufer sie auch brauchen kann. Nutzlose Sachen will niemand haben. Jede Ware muss also einen Gebrauchswert haben, sonst kann sie keine Ware sein.


    Für dasselbe Geld können wir jedoch verschiedene Waren kaufen. Eine Glühbirne kostet zB. soviel wie ein Laib Brot. Wir können jedoch nicht sagen, die Glühbirne hat de gleichen Gebrauchswert wie das Brot. Denn die Glühbirne hat den Gebrauchswert Lichtquelle zu sein; das Brot hat den Gebrauchswert Hunger zu stillen. Trotzdem kosten beide gleich viel. Es muss etwas anderes Gemeinsames geben, dass es möglich macht, das Brot mit der Glühbirne zu vergleichen: Offensichtlich haben diese Waren den gleichen Tauschwert. Jede Ware muss also nicht nur einen Gebrauchswert, sondern auch einen Tauschwert haben.


    Der Tauschwert der Ware wird durch die zur Herstellung der Ware gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit bestimmt.


    Die Arbeitszeit wird gesellschaftlich nach der Arbeitszeit gemessen, die man im Durchschnitt zur Herstellung desselben Produkts braucht unter normalen Produktionsbedingungen, bei einem durchschnittlichen Niveau des beruflichen Könnens und der Arbeitsintensität.


    Sind zum Beispiel fünf Stunden die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit, um einen Tisch herzustellen, und braucht ein anderer Schreiner dafür acht Stunden - so bekommt er im Austausch auch nur eine Warenmenge, die fünf Stunden Arbeitszeit entspricht.


    Dasselbe gilt auch, wenn ein Produzent eine technisch ausgereiftere Produktionsanlage besitzt. Stellt dadurch ein Schreiner einen Tisch in vier Stunden her, so bekommt er im Ausgleich eine Warenmenge, die fünf Stunden Arbeitszeit entspricht.


    Der Preis der Ware ist nichts anderes als der in Geld ausgedrückte Tauschwert einer Ware, er entspricht der im Produkt enthaltenen gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit.


    Nun kennen wir aber die Sonderangebote der Kapitalisten ebenso, wie ihre maßlos überteuerte Ware.


    Die Kapitalisten betreiben "Marktforschung", "Marktanalysen" usw., um den Bedarf für ihre Waren herauszufinden oder "Marktlücken" aufzuspüren. Dann wird darauf losproduziert. Der Markt bleibt für sie letztlich unberechenbar. Denn vielleicht haben mehrere Kapitalisten, unabhängig voneinander sich vorgenommen, bei einem bestimmten Produkt mit einem "Renner" groß einzusteigen. So kann es dann kommen, dass plötzlich bei Damenpullis viel zu viel produziert wurde und dafür nicht genug Käufer zu finden sind. Das Angebot an Waren ist dann größer als die Nachfrage nach Waren. Um überhaupt etwas zu verkaufen, wird der Preis der Ware gesenkt, werden Sonderangebote gemacht. Das Umgekehrte kann aber genauso der Fall sein. Das Warenangebot ist zu knapp. Die Nachfrage nach einer bestimmte Ware ist größer als das Angebot. Jetzt werden die Preise rücksichtslos heraufgesetzt, da sich immer noch ein paar Käufer finden, die auch zu überhöhten Preisen kaufen.


    Nachfrage und Angebot haben also einen Einfluss auf den Preis. Das ist auch der Grund, weshalb Preis und Wert einzelner Waren voneinander abweichen können.


    Insgesamt gesehen, wenn wir alle Tauschprozesse zusammen betrachten, müssen aber Preissumme und Summe der Warenwerte übereinstimmen. Denn wenn es möglich wäre, Waren über ihrem Wert zu verkaufen, ohne dass gleichzeitig die Preise anderer Waren unter deren Wert sinken, würde dies bedeuten, dass ein Wert auch ohne Produktion erzeugt werden kann. Das ist aber genauso unmöglich, wie sich an den eigenen Haaren hochzuziehen.


    Angebot und Nachfrage erklären deshalb nur die Preisschwankungen, nicht aber das Preisniveau einer Ware. Dieses wird durch die zu ihrer Herstellung gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit bestimmt.


    Gruß
    Bernd