Posts by Rolf

    1.Punkt Nr. 1 in der Debatte ist und bleibt die Welternährung. Die ist als Saldo z.Zt. erreicht, was nicht heißt, daß Millionen hungern und unterernährt sind.

    Die Leistungsfähigeit der Welt – Landwirtschaft beruht im großen Umfang auf ihrer Flächenproduktivität, die vor 50 Jahren unvorstellbar waren.

    Umweltschonende Landwirtschaft ist kein moralisches Postulat mehr, sondern wichtigste Produktionsvorraussetzung: Jährlich gehen ca. 500.000 ha landwirtschaftliche Nutzfläche verloren durch Erosion, Versalzung und Überbauung. Das ist so einfach nicht mit steigenden Flächenerträgen zu kompensieren.

    Chemieeinsatz sehe ich abgestuft: Es gibt Mittel, die sogar bei den Ökos erlaubt sind, bis hin zu den Mitteln, die von der Industrie mit gentechnisch verändertem Saatgut kombiniert einsetzbar sind und große kurz– und langfristige Schäden hinterlassen.


    2. Ist–Tendenz in der Welt ist der kapitalistische Großbetrieb, in direkter Regie des Großkapitals, wie z.Zt. beispielsweise in der Ukraine. Diese Tendenz zeigt sich beispielsweise in der größten Messe Hannovers z.Z., der agritechnika: keine Maschinen für Kleinbetriebe werden angeboten, nur Riesenmaschinen. Riesenmarkt, der boomt.

    Dazu kommt Landgrabbing z.B. in Afrika, auch großlandwirschaftlich betrieben.


    3. Ziel wäre m.E. der ökologische Großbetrieb, der technisch möglich wäre, wenn die Erzeugerpreise entsprechend höher wären, was sie aber nicht sind: Durch die monopolisierung des Öko–Handels werden dem Öko–Produzenten hier die Preise so gedrückt, daß viele zurück in die konventionelle Produktion gehen.

    Höhere Flächenerträge im Kleinbetrieb sind nur durch primitive Handarbeit (Unkraut jäten, Käfer absammeln) möglich, was gesellschaftlich wohl nicht anstrebenswert sein dürfte.

    Im Übrigen verweise ich auf deinen Artikel im Marx – Forum v. 15.12.16 und meine Antwort darauf („Fleischverbrauch“).


    Rolf