Posts by Wanderer

    Hallo Wal,


    Du schreibst ganz richtig "Die Mannschaft aus Deutschland" und nicht die dt. Mannschaft. Du hättest auch schreiben sollen die Mannschaft aus Frankreich anstelle von die "französische Mannschaft". Da die Mannschaften aus Dtl. und Frkr. ihre Spieler nicht danach auswählen ob sie "ihr Land am besten [nach Hautfarbe, Herkunft oder Religion] repräsentieren" sind sie de facto zwar von Dtl. und Frkr. gesponsert aber den staatsbildenden Völkern dieser Staaten nicht mehr zugehörig. Einem CNN Artikel folgend würde ich sagen, dass nicht Frkr. sondern Immigranten weltweit und besonders Afrikaner die WM gewonnen haben. Das hat sich für Frkr. nicht gelohnnt und wir Deutschen sollten nicht neidisch sein. Angesichts der Zusammensetzung der Mannschaft aus Dtl. begrüße ich jedenfalls das Aus dieser Mannschaft.


    Gruß Wanderer

    Hallo Wal,


    danke für den informativen und nach 17 Jahren noch immer der Situation angemessenen Text. Eine Gruppe die ich im Text vermisse, die aber in meiner persönlichen Erfahrung zu Befürwortern der Immigration zählt, ist der akademisch gebildete Mittelstand. Ich denke hier sowohl an Studenten als auch an akademisch gebildete Angestellte unter 50. Diese Personen haben meistens kein außergewöhnlich hohes Einkommen mit dem sie Anteile an dt. Unternehmenkaufen könnten oder Mietbesitz erwerben könnten. Sie haben also meist keine Möglichkeit sich einen Teil der Profite aus der Immigration anzueignen. Obwohl sie so gesehen keine Gewinner der Immigration sind, sind sie recht häufig Unterstützer von Immigration. Wie läßt sich dies aus Sicht der politischen Ökonomie der Immigration erklären?


    Gruß Wanderer

    Hallo Nikotin,


    in der Zeit vor dem Internet waren Radio und TV die effektivsten Massenmedien. Sie sind extrem teuer und somit für Nichtkapitalisten weitestgehend ausser Reichweite. Der Öffentliche Rundfunk bot linken Organisationen und Personen über seine Kontrollgremien, die ihnen zumindest tendentiell zugänglich waren, einen Zugriff auf diese damals effektivsten Massenmedien. Somit machte der öffentliche Rundfunk bis in die 1990er aus linker Sicht definitiv Sinn. Wie das heute im Zeitalter des Internets ist kann ich nicht entscheiden.


    Gruß Wanderer

    Hallo nikotin,


    hier soll zwar nicht über Forumsmitglieder gesprochen werden, aber da Du drauf bestehst will ich folgendes zu meiner Person klarstellen. Ich bin kein Kommunist oder Linker. Aus Sicht des Forums bin ich politisch rechts. Was mich herbringt ist die Notwendigkeit den Kapitalismus zu überwinden. Der Kapitalismus stellt nicht nur für Linke ein Problem dar. Das Forum ist in dieser Frage ein guter Treffpunkt und häufig werden hier nützliche Informationen die über die Frage nach der Überwindung des Kapitalismus hinausgehen angeboten. Wenn ich nachfrage oder kommentiere dann ohne Verstellung aus meiner persönlichen Sicht. Die ist nunmal rechts von der Mehrheitseinstellung im Forum.


    Gruß Wanderer

    Hallo Wal,


    um politisch Erfolg zu haben braucht man eine große Gruppe die möglichst homogen auftritt und koordiniert handelt. Die Menschen sind in der Realität sehr verschieden, weshalb es schwierig ist ein solche große Gruppe zu bilden. Identitätspolitik hat es seit den 1960ern geschafft solche Gruppen zu bilden, also "Pflaumen, Tomaten und Birnen" zu verbinden. Das macht ihren Reiz aus. Sie ist damit eine Alternative zum Klassenkampf und wurde in den angelsächsischen Ländern von der Linken speziell in den USA erfolgreich verwendet.


    Gruß Wanderer

    Hallo Wal,


    Identitätspolitik ist ein verbreitetes und wirkmächtiges Phänomen. Im Versuch Privilegien für bestimmte Gruppen zu erlangen wird politisch viel erreicht. Die Feministische Bewegung und die Bewegungen für ethnische/völkische/rassische Gruppen sind und waren sehr erfolgreich. Das Thema ist wichtig genug um einen Wikipediaeintrag zu haben wo du alles findest was Identitätspolitik so macht.


    Gruß Wanderer

    Hallo Wal,


    danke für den interessanten Beitrag. Damit hast Du ganz gut materiell nachvollziehbare Probleme für die einheimische Bevölkerung aufgezeigt die zeitlich nahe zum Einwandern der Migranten auftreten. Ich würde den Punkt der Kriminalität noch verschärfen. Aus den Konkurrenzvorteilen die Du aufführst folgt auch, dass diese "neuen" Kriminellen mglw. effektiver und frecher sind als die einheimischen Kriminellen und somit für die gesamte Bevölkerung eine größere Bedrohung darstellen. Ferner zeigt sich die Konkurrenz nicht nur im gering qualifizierten Sektor der Wirtschaft sondern auch in der Bildung. Insofern bildungsstarke Familien einwandern kommt es hier zu verstärkter Konkurrenz an den Universitäten. Derartige Verdrängungseffekte finden sich bereits in den englischsprachigen Ländern.


    Gruß Wanderer

    Hallo,


    die Kurden sind nicht grundlegend anders als andere Völker. Wenn sie ihren Bedürfnissen entsprechend gut leben wollen benötigen Sie einen Raum in dem ihre Regeln gelten, so dass das Leben dort entsprechend ihrer Kultur geführt wird und die Wirtschaft sich entsprechend ihrem eigenen Potential entwickelt. Das beginnt bei der Durchsetzung ihrer Sprache als Kommunikationsstandard und hört bei Gesetzen auf, die den Alltag entsprechend dem moralischem Empfinden der Kurden regeln. Kurzum, sie brauchen einen Nationalstaat. Ihr Bündnis mit den USA kann diesem Ziel dienen, ist aus ihrer Sicht also ganz richtig. Wie Linke dazu stehen sollten weiß ich nicht. Die Linken sind zu inhomogen um da ein sicheres Urteil abzugeben.


    Gruß Wanderer

    Hallo,


    interessant wäre in diesem Sinne der Zusammenhang der Berichterstattung der Systemmedien in Dtl. und Übergriffe auf Deutsche durch Antifa. In den USA sollte man untersuchen, ob ein solcher Zusammenhang zwischen der Berichterstattung der dortigen Systemmedien und Übergriffe auf weiße US-Bürger durch Black Life Matters und die dortige Antifa besteht.


    Gruß Wanderer

    Hallo Wal,


    gilt die Aussage: "[H]eißt im Klartext: Sie müssen kapitalistisch-gewinnbringend geführt werden und dürfen nicht offen und direkt subventioniert werden wie die Kulturbetriebe (Theater, Museen, Orchester)." auch für Versorgungsbetriebe in öffentlichem Besitz? Wenn ja, was passiert mit den Überschüssen die sie erwirtschaften?


    Gruß Wanderer

    Hallo Wal,


    die Haltung der Bauern zur Bodenverschlechterung ist kontraintuitiv. Der Boden ist wesentliches Sachkapital. Wenn er landwirtschaftlich entwertet wird geht ihnen ihre Arbeitsgrundlage verloren und sie können den im Boden gebundenen Wert nicht durch Verkauf wieder verflüssigen. Sollte nicht gerade durch anderweitige Bodennutzung der Acker gebraucht werden, wird ihnen niemand schlechten Boden abkaufen.


    Gruß Wanderer

    Hallo Wal,


    zwei Fragen:

    a) Bedeutet die Beibehaltung der vollen Arbeitszeit und nur geringe Lohnerhöhung bei Verdreifachung der Arbeitsproduktivität, dass sich der Mehrwert den die Kapitalisten erwirtschaften auch verdreifacht hat?

    b) Wo bleibt der erhöhte Mehrwert der Kapitalisten gegenüber 1947? Falls a) stimmt hätten sie das doppelte an freien Werten zusätzlich gegenüber 1947 zur Verfügung. Das kann nicht alles in den Luxuskonsum gehen.


    Gruß Wanderer

    Hallo Wal,


    ich denke eine Familie zu gründen und Kinder in die Welt zu setzen ist etwas sehr sinnvolles. Dazu brauchen gesunde, junge Menschen materielle Mittel und Zeit. Wenn aus den anstehenden Veränderungen der Faktor Zeit vergrößert wird, ohne die materiellen Mittel im Durchschnitt zu verringern wäre viel gewonnen.


    Gruß Wanderer

    Hallo Wal,


    das ist alles so weit ganz einsichtig und bedauerlich. Wie sieht es aus, wenn durch Immigration und technische Innovation plötzlich die Nachfrage nach Arbeit sinkt? In den USA und Japan sind bereits zahlreiche "White Collar" Jobs durch Computerisierung vernichtet wurden. Parallel dazu werden vermehrt Roboter im "Blue Collar" Sektor auch außerhalb der Fabrikhallen eingesetzt. So gibt es jetzt Lagerroboter die einen Großteil bisheriger Menschenarbeit übernehmen können. In den USA wird derzeit versucht den Bestellvorgang in McDonalds Filialen zu automatisieren. Es gibt auch bereits Roboter die Küchenaufgaben übernehmen können. Wenn das tatsächlich ein Trend ist, dann könnte dies für eine oder sogar mehr Generationen die Nachrfrage nach menschlicher Arbeitskraft enorm senken. Es ist doch nicht ausgeschlossen, dass sich dadurch das Lohngefüge, die Besteuerung und das staatliche Sozialsystem so nachhaltig ändern, das wieder wesentlich mehr Zeit für familiäre Arbeit, wie eben die Kinder- und Altenpflege zur Verfügung steht.


    Gruß Wanderer


    PS Danke für die Accountumstellung.

    Hallo Wal,


    danke für die prompte Antwort.

    + Wanderer* - ich habe keinen Zugriff mehr auf den alten Account. Die E-Mailadresse war eine Einweg-Adresse und das Passwort habe ich nicht mehr. Habe mir stattdessen einen neuen Account eingerichtet.

    + Frauenarbeit - wenn Deine Beobachtung zur Arbeitszeit zutrifft, ist das gegenwärtige Arrangement von zwei Voll arbeitenden Elternteilen problematisch. Was könnte man in einer kapitalistischen Gesellschaft fordern um dies auszugleichen? Mutterschutz und Elternjahr gibt es bereits, aber das reicht offensichtlich nicht aus.


    Gruß Wanderer