Was bleibt für uns? Ausbeutung in Deutschland

  • Die folgenden Daten entstammen der Bertelsmannstudie: „Wie inclusiv ist die Soziale Marktwirtschaft?“. Da die Studie nicht öffentlich ist, kann ich die Berechnung der Daten nicht kommentieren. Ich habe die Daten unverändert aus einer SPIEGEL-Grafik übernommen.

    Es kommt aber weniger auf absolute Zahlen an, sondern auf das Verhältnis zwischen Lohnabhängigen (wir unten) und Kapitalisten plus Staat (die da oben).


    Was bei uns unten ankam (Lohneinkommen und Sozialtransfers), ist bis 1991 absolut gestiegen. Seit 1991 stagnieren die Einkommen der Lohnabhängigen insgesamt.

    Die Kapitaleinkommen plus Steuern stiegen im gesamten Zeitraum schneller als die Lohneinkommen.

    Verglichen mit dem wachsenden Reichtum, den die aktiven Lohnarbeiter Jahr für Jahr produzieren, geht es uns Lohnabhängigen relativ immer schlechter.


    Allerdings ist das Jahr 1991 auch für die Kapitaleinkommen eine Trendwende. Seitdem lahmt das Wirtschaftswachstum, und die Gewinne sprudeln nicht mehr wie früher. Das ist eine Folge der sinkenden kapitalistischen Profitrate in Deutschland. Der „Kuchen“ wächst langsamer, deshalb wird der Verteilungskampf härter. Die akademische Linke nennt das „Neoliberalismus". Die akademische Linke macht "die Politik" für den härteren Verteilungskampf verantwortlich, nicht "die Wirtschaft", nicht den Kapitalismus.

    Seit 2015 wird das Bruttoinlandsprodukt scheinbar „brüderlich“ geteilt. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die eine „brüderliche" Hälfte an 10 % der deutschen Bevölkerung gehen (Kapitalisten und höheres Staatspersonal), während sich 90 % der Bevölkerung (alle Lohnabhängigen) die andere Hälfte teilen müssen.


    Wal Buchenberg, 27.08.2017


    Quellen: ZEW. SPIEGEL, Originalgrafik im Spiegel

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