BlackRock - Kapitalismus im 21. Jahrhundert

  • [size=12]Es gibt immer noch Karikaturen, die als Kapitalisten fette Männer mit Zigarre zeigen. Wenn man bei Leuten dann nachfragt, wie viele Kapitalisten sie mit Namen benennen können, bringt man die Leute zum Grübeln. (Unter „Kapitalist“ verstehe ich – im Sinne von Karl Marx – die großen Kapitaleigner.) Außer vielleicht die Brüder Albrecht, die Familie Quandt und Warren Buffet sind Kapitalisten eine selten gewordene Art.


    Im Rampenlicht der Geschichte standen früher so große Namen wie Rothschild, Krupp, Siemens, Daimler. Ihre Unternehmen gibt es noch, aber an ihrer Spitze stehen keine Personen gleichen Namens. Wer kennt schon einen Christoph Franz (Lufthansa), einen Reinhard Ploss (Infineon), einen Reto Franioni (Dt. Börse) oder einen Stefan Heidenreich (Beiersdorf)?


    Dass ein Kapitalist selbst ein Unternehmen persönlich führt, ist - vor allem in großen Unternehmen – zur Seltenheit geworden. Diese beschwerliche Aufgabe delegierten die Kapitalisten meist an bezahlte Manager. Längst wird der Kapitalismus nicht mehr von den Kapitaleignern regiert, sondern von hochbezahlten Lohnarbeitern.
    Ja, selbst um die Verwaltung und Vermehrung ihrer Millionen und Milliarden kümmern sich Kapitalisten nicht mehr persönlich, sondern übertragen dieses eintönige Geschäft in aller Regel an fremde Vermögensverwalter. Diese Vermögensverwalter sitzen entweder in Banken oder in eigens für dieses Geschäft gegründeten Finanzfonds. Auch das ist eine eigene Welt, in die Lohnabhängige kaum Einblick bekommen.


    Der weltgrößte Vermögensverwalter ist BlackRock. BlackRock verwaltet weltweit Kapital im Wert von 3.000 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Das gesamte (Sach)Kapital in Deutschland hat einen Wert von gut 15.000 Milliarden.



    Von außen gesehen ist BlackRock nur eine kleine Firma mit 11.000 Angestellten mit recht bescheidenen Gehältern, 5000 Computern und 70 Büros in 24 Ländern. Mit diesem unscheinbaren Äußeren ist BlackRock aber wirtschaftlich größer und mächtiger als Staaten mit 50 Millionen Einwohnern.
    BlackRock ist der größte Kapitaleigner der Welt.
    Als größter Kapitaleigner der Welt, besitzt er Anteile von allen großen (westlichen) Unternehmen. Bei Apple, Exxon Mobil, Microsoft und vielen anderen Unternehmen ist BlackRock der größte Einzelaktionär, bei Google der zweitgrößte:



    Selbstverständlich ist BlackRock auch der größte Kapitaleigner in Deutschland, dem rund 6% aller deutschen Großfirmen gehören.




    Rechte wie linke Verschwörungstheorien suchen hinter jedem Ereignis und hinter jedem Firmenschild Personen, die sie als „Drahtzieher“ namhaft machen können. Jede solche Verschwörungstheorie ist eine säkularisierte Gottesidee, die sich die Geschichte nicht ohne „Weltenlenker“ erklären kann.


    Ich hatte schon darauf hingewiesen: BlackRock besitzt so gut wie kein eigenes Kapital. Alles Kapital, das BlackRock besitzt, verwaltet es in fremdem Namen. BlackRock ist ein Kapitalverwalter. BlackRock ist kein wirklicher Kapitalist, sondern ein Dienstleister für das Kapital.


    Wer sind also diese wirklichen Kapitalisten, die hinter BlackRock stehen und es lenken?
    Hinter BlackRock stehen keine Kapitalisten, sondern wiederum andere Kapitalgesellschaften: Finanzinstitute und Banken, die wie BlackRock nicht mit eigenem, sondern mit fremdem Kapital wirtschaften.



    BlackRock ist eine Schachtel. BlackRock ist die Schachtel in der Schachtel von US-Banken und einer britischen Großbank, die wiederum im Schachtelbesitz von anderen Finanzinstituten sind, darunter auch BlackRock.
    Wie bei einer Zwiebel kann man von BlackRock Schale um Schale entfernen, und ganz innen ist – nichts!
    Das BlackRock-Kapital gehört ganz vielen Kapitalisten und gleichzeitig keinem von Ihnen. Mit BlackRock hat sich das Kapital sozialistisch organisiert.


    Die große Krise
    BlackRock ist die Reaktion der Kapitalisten auf die große Krise des Jahres 2008.
    Bis zu dieser großen Krise war BlackRock nur eine Investmentgesellschaft wie viele andere – mit dem bedeutsamen Unterschied, dass BlackRock von Anfang an Risikoberechnungen ins Zentrum seiner Investmententscheidungen gerückt hatte. Die Computer von BlackRock sammeln Millionen und Abermillionen Daten, die irgendwie und irgendwann Einfluss auf ein Unternehmen oder eine ganze Branche haben können: Das sind nicht nur Wirtschaftsdaten und Börsenkurse, sondern plötzliche Regierungswechsel in den Staaten der Erde, Demonstrationen und Streiks, Erdbeben, Kälte- und Dürreperioden usw. Alle diese Daten werden von „Aladdin“, so heißt das Computersystem von BlackRock, mit einem umfangreichen Algorithmus durchforstet und analysiert. In kurzen Abständen spuckt dann der Computergeist Aladdin seine Bewertungen aus.
    BlackRock und Aladdin durchforsten die Wirtschaft der Welt nach demselben Muster wie Google und andere Suchmaschinen das globale Internet durchforsten. Wie Google Internetseiten, Texte und Bilder bewertet und nach Relevanz sortiert, so bewertet und sortiert BlackRock nicht nur kapitalistische Unternehmen, sondern auch einzelne Wertpapiere und Verträge.
    Die digitale und die reale Welt werden sich immer ähnlicher.


    BlackRock war das einzige westliche Finanzunternehmen, dem die große Krise von 2008 nichts anhaben konnte. Als die westliche Finanzwelt in Scherben lag, war BlackRock der Rettungsanker der US-Regierung. BlackRock wurde von der US-Regierung beauftragt, die finanziellen Scherben zu analysieren und zu bewerten.
    Alladin, der unbestechliche Geist von BlackRock, durchforstete alle „toxischen“ Papiere, die der US-Regierung und der US-Notenbank FED nach dem Zusammenbruch von Bear Sterns und AIG in den Schoß gefallen waren. Das waren Papiere und Verträge im Wert von 100 Milliarden Euro.
    Nachdem das zur Zufriedenheit der Regierung und der Kapitalisten gelungen war, folgte die Bewertung aller Wertpapiere der bankrotten Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac plus weiterer Papiere im Wert von 1000 Milliarden Euro.


    Ähnliche Krisenaufträge erhielt BlackRock anschließend von der irischen, britischen und der griechischen Regierung. BlackRock ist die kapitalistische Antwort auf die große Krise.


    Kapitalismus im 21. Jahrhundert
    Anders als die bisherigen Investmentfonds und Banken, denen die große Krise von 2008 bewiesen hatte, dass sie Kapital nicht vermehren, sondern vernichten, hat BlackRock keine Unternehmensstrategie.
    BlackRock hat keine angestrebte Gewinnmarge.
    BlackRock hat kein eigenes Unternehmensziel.
    Wenn es bei BlackRock eine „Philosophie“ gibt, dann die, nie auf ein einzelnes Pferd setzen und die Eier immer in viele Körbe legen.


    Anders als große Banken und als die „Heuschreckenfonds“ betreibt BlackRock keine Geschäfte auf eigene Rechnung, sondern handelt nur im Kundenauftrag. BlackRock ist eine globale „Genossenschaft der Kapitalisten“.


    In BlackRock verkörpert sich kein eigener unternehmerischer Gestaltungswille, kein Ziel. BlackRock ist ein riesiges Flugzeug, das von einem Autopiloten namens Aladdin gesteuert wird, der in Millisekunden tausende Flugdaten verarbeitet, der aber keine Adresse eines Zielflughafen kennt. Um Energie zu sparen, folgt der Autopilot den großen Luftströmungen und weicht allen Stürmen und Tiefdruckgebieten aus. Das Flugzeug wird in der Luft betankt. In der Luft steigen sogar Passagiere zu oder steigen aus. Das einzige Ziel des Autopiloten ist, sich mit dem geringsten Aufwand in der Luft halten, ohne technischen Schaden, ohne Risiko möglichst viele Luftkilometer zurückzulegen. Die Ratio und Logik des Kapitalismus, größtmöglicher Erfolg mit dem geringstmöglichen Aufwand, haben BlackRock und Aladdin perfektioniert.


    Der Kapitalismus des 19. Jahrhunderts war der Patriarchen-Kapitalismus der großen Vaterfiguren, der Firmengründer, der „Geldsäcke“ und „Industriekapitäne“ wie Rothschild, Krupp oder Siemens.
    Der Kapitalismus des 20. Jahrhunderts war der Manager-Kapitalismus der „grauen Mäuse“. Im Manager-Kapitalismus hielten studierte Manager als hochbezahlte Offiziere die Firmenschiffe auf Profitkurs.
    Der Kapitalismus des 21. Jahrhunderts ist ein unpersönlicher, anonymer Algorithmus-Kapitalismus, der nicht mehr von Menschen, sondern von Computern und Rechenformeln gesteuert und gelenkt wird.


    Im 19. Jahrhundert hatten die Lohnarbeiter in Massen für die Kapitalisten malocht. Das hat die Kapitalisten und ihre Unternehmen groß gemacht.
    Das Kapital im 20. Jahrhundert hat es dahin gebracht, dass Lohnarbeiter nicht nur für die Kapitalisten malochen, sondern für sie auch denken und managen. Das Kapital des 20. Jahrhunderts hat sich hinter leitenden Managern verkrochen und ist licht- und arbeitsscheu geworden.
    Der Kapitalismus des 21. Jahrhunderts wird von Rechenformeln und Computern regiert.
    Das Kapital im 21. Jahrhundert ist nicht nur arbeitsscheu und denkfaul geworden, das Kapital hat alle menschlichen Eigenschaften abgestreift und ist zur bloßen Maske geworden – eine Maske, die nichts enthält und nichts verbirgt außer abstrakte Konkurrenzbedingungen, die sich in mathematische Formeln gießen lassen.


    Das Kapital im 21. Jahrhundert ist wie ein allmächtiger Gott, der hinter allem vermutet wird und ohne den sich scheinbar nichts bewegt.
    Dieser Gott besteht aber nur aus Plastik und toten Metalldrähten, die ohne permanente Strom- und Datenzufuhr nicht funktionieren. Das Kapital im 21. Jahrhundert ist ein Götzenbild, das darauf wartet, auf den Müll geworfen zu werden.


    Gruß Wal Buchenberg

  • Der Kapitalismus des 21. Jahrhunderts wird von Rechenformeln und Computern regiert.
    Das Kapital im 21. Jahrhundert ist nicht nur arbeitsscheu und denkfaul geworden, das Kapital hat alle menschlichen Eigenschaften abgestreift und ist zur bloßen Maske geworden – eine Maske, die nichts enthält und nichts verbirgt außer abstrakte Konkurrenzbedingungen, die sich in mathematische Formeln gießen lassen.


    Das Kapital im 21. Jahrhundert ist wie ein allmächtiger Gott, der hinter allem vermutet wird und ohne den sich scheinbar nichts bewegt.
    Dieser Gott besteht aber nur aus Plastik und toten Metalldrähten, die ohne permanente Strom- und Datenzufuhr nicht funktionieren. Das Kapital im 21. Jahrhundert ist ein Götzenbild, das darauf wartet, auf den Müll geworfen zu werden.


    Ich finde es ja immer etwas... ungeschickt mit dem Wort "Maske" zu hantieren, noch schlimmer finde ich, wenn wie in einem Deiner Links Wal, auf spezielle (einzeln sogar benannte) Personen abgehoben wird.


    Es scheint mir beides nicht 'richtig' - mit Maske alles zu entschuldigen, als würde keiner für sein Tun etwas können - aber genauso eben auch, als würde irgendwer immer völlig von allem unabhängig entscheiden können, was er wie tut/ tuen kann.


    Wo ist aber der 'gerechte' Punkt dazwischen...
    ... das bewegt mich mindestens seit der wenig erfreulichen Diskussion um den Eingangssatz des Bochumer Programms.


  • Ich finde es ja immer etwas... ungeschickt mit dem Wort "Maske" zu hantieren, noch schlimmer finde ich, wenn wie in einem Deiner Links Wal, auf spezielle (einzeln sogar benannte) Personen abgehoben wird.
    Es scheint mir beides nicht 'richtig' - mit Maske alles zu entschuldigen, als würde keiner für sein Tun etwas können - aber genauso eben auch, als würde irgendwer immer völlig von allem unabhängig entscheiden können, was er wie tut/ tuen kann.
    Wo ist aber der 'gerechte' Punkt dazwischen...
    ... das bewegt mich mindestens seit der wenig erfreulichen Diskussion um den Eingangssatz des Bochumer Programms.


    Hallo Wat.
    Die Links, die ich unter meinen Text setzte, sind keineswegs "meine" Links. Sie geben ganz und gar nicht meine Ansicht wieder. Tatsächlich fokussieren diese Texte bei BlackRock auf seine schiere Größe und übersetzen Größe = Macht.
    Ich denke, dass diese Gleichsetzung gerade bei BlackRock so nicht funktioniert. Mir waren jedenfalls andere Aspekte wichtiger.
    Einer dieser wichtigen Aspekte ist die Rolle der Kapitalisten als Individuen im Kapitalismus.
    Ich denke, da lässt sich anhand von BlackRock sehr gut zeigen, dass der Kapitalismus eben nicht von Personen gesteuert wird, sondern von wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten wie Konkurrenzbedingungen, Profitraten usw. Die Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus treten den handelnden Subjekten gegenüber als Zwänge auf. Diese Zwänge des Kapitalismus werden möglicherweise sogar größer, die individuellen "Freiräume" für die handelnden Subjekte immer kleiner - das zeigt sich dann als krisenhafte Zuspitzung.
    Es macht deshalb keinen Sinn, wie es die meisten von mir verlinkten Texte tun, "hinter" BlackRock nach den handelnden Personen zu suchen. Die gibt es nicht, und so weit es sie gibt, handeln und entscheiden sie nicht wirklich, sondern überlassen ihre Entscheidungen tatsächlich dem BlackRock-Geist Aladdin.


    Du kritisierst meine Verwendung des Begriffs "Maske", die handelnde Kapitalisten ersetzt. Ich denke, das ist genau der springende Punkt, der an BlackRock deutlich zu machen ist.
    Als kleiner Hinweis noch: Die "Maske" habe ich vom alten Marx geklaut, der zu Beginn seines Kapitals (Band I, Seite 99):
    „Wir werden überhaupt im Fortgang der Entwicklung finden, dass die ökonomischen Charaktermasken der Personen nur die Personifikationen der ökonomischen Verhältnisse sind, als deren Träger sie sich gegenübertreten.“ K. Marx, Kapital I, MEW 23, 99.


    Ich denke, dass Marx damit sagen will: Im Kapitalismus entscheiden nicht eben die Personen, sondern die ökonomischen Verhältnisse entscheiden. Deshalb macht es keinen Sinn, hinter den kapitalistischen Verhältnissen nach den "Drahtziehern" zu suchen.
    Es macht keinen Sinn, daran zu glauben, dass die Dax-Vorstände jeden zweiten Tag bei Frau Merkel anrufen, um ihr zu sagen, was sie zu tun und zu lassen hat. Sie weiß das von ganz alleine.
    Und die Vorstände von BlackRock rufen nicht bei den Dax-Vorständen an, um ihnen "Ratschläge" zu geben - auch wenn das im einen oder anderen Fall passiert sein mag. Der Kapitalismus schafft für alle Akteure einen Wirtschaftszusammenhang, der einen eingebauten Kompass und eingebaute Pfade enthält.
    Alle diese Personen handeln nach freien Stücken, aber sie sind dennoch gezwungen, nach bestem Wissen und Gewissen, kapitalistische Prinzipien einzuhalten und ihnen zu folgen. Diese Zwänge erwachsen aus den Funktionen und Positionen, die diese Leute innehaben. Es wird da niemand gezwungen, geschäftsführender Vorstand oder Ministerpräsident zu werden, aber sobald einer eine solche Position innehat, ist sein Verhalten durch Gesetz, durch Gewohnheit und Erfahrung und durch die Erwartungshaltung aller anderen Akteure vorbestimmt und vorhersehbar. Sobald eine/r in einer leitenden Position ist, ist es mit seiner/ihrer Freiheit vorbei. Sie tun dann, was sie tun müssen. Sie sind nur noch ausführendes Organ der kapitalistischen Verhältnisse.
    Gegen Ende seines Monumentalwerkes schrieb Marx im 3. Band des Kapitals: "Der Einzelne wirkt hier nur als Teil einer gesellschaftlichen Macht, als Atom der Masse, und es ist in dieser Form, dass die Konkurrenz den gesellschaftlichen Charakter der Produktion und Konsumtion geltend macht." K. Marx, Kapital III, MEW 25, 203.
    Vergleiche dazu im Marx-Lexikon: Konkurrenz


    Gruß Wal

  • Ich sehe das ähnlich. Ich sehe diese "massenhaft bösen Menschen" nicht mehr, ich sehe nur noch Systeme, innerhalb derer Menschen handeln. Dies tun sie aber nicht unter der Prämisse gut oder böse, sondern unter der Prämisse dessen, was sie gelernt haben. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel, doch sind es - in meinen Augen - eben in erster Linie die Verhältnisse im gesamten, welche unser heutiges Handeln bestimmen und über unsere - so denn angelernte und nicht verlernte - Moral stellen.


    Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch mit seiner Geburt eine Art "Grundkatalog der Menschlichkeit" mit auf den Weg bekommen hat, so abstrakt dies auch klingen mag, bedeutet es doch nichts weiter, als dass das menschliche Wesen nichts weiter als ein Herdentier ist. Im Verlaufe der Entwicklung dieses "ichs" kommt es eben bei vielen Menschen zur (temporären oder eben dauerhaften) Verwerfung dieses Menschlichkeits-Tableaus.


    Hypothese: Das heute immer mehr (erfolgreiche?) Menschen ihre Kinder schon im Kindesalter dazu anhalten wollen, möglichst schnell möglichst viel späteres Grundschulwissen zu erlernen, zeugt eben von der Zuspitzung der Verhältnisse, dass nur die besten und am besten über Bord-werfenden später einmal Lenker unserer Gesellschaft werden können, jedenfalls nach heutigem Standpunkt und heutiger Überzeugung bzw. unbewusster Ansicht mancher Eltern.


    Neulich war ich in einem Marktgebäude, in dem zwei Kinder saßen, wobei das eine vielleicht zwei, das andere drei Jahre jung war. Die Mutter hielt das größere Kind ständig an, Rechenaufgaben wie "2+2, 2+1, 2+3 usw" zu lösen.
    Der kleinste lernte dabei doch nur folgendes:
    "er ist besser als ich, ich muss mich anstrengen!"
    während der ältere das Gefühl bekam, durch richtige Antworten (welche ihm doch etwas schwerfielen) Aufmerksamkeit erlangen zu können, was ihm wohl nur willkommen sein durfte...
    ->
    Die Konkurrenz der ungleich-gleichen Brüder



    Wie gesagt sehe ich es eben so, dass es selten(st) Menschen mit wahrhaft bösen Absichten sind, als vielmehr die Verhältnisse, welche ihre Handlungen bestimmen.


  • Herrschaft der Kapitalisten (als Personen) oder Herrschaft des Kapitals (als "unsichtbare Hand")...
    Wo ist aber der 'gerechte' Punkt dazwischen...
    ... das bewegt mich mindestens seit der wenig erfreulichen Diskussion um den Eingangssatz des Bochumer Programms.


    Hallo Wat.
    auf diesen Punkt will ich noch einmal ausführlicher eingehen.
    Im Bochumer Programm hatten wir ja geschrieben:
    "Immer noch herrschen die Kapitalisten über ihre Lohnarbeiter wie Könige. In Politik und Staat sorgen neben Lobbyarbeit und Bestechung die 'ökonomischen Notwendigkeiten' dafür, dass die Interessen der Kapitaleigner an erster Stelle stehen."


    Noch kürzer formuliert heißt das:
    1) In ihren Unternehmen herrschen die Kapitalisten als persönliche Despoten.
    2) In der Gesellschaft herrschen die Konkurrenzbedingungen des Kapitals als "unsichtbare Hand".


    Zu 1) Vielleicht hat der eine oder andere Kritiker des Bochumer Programms beim ersten Satz die Wörtchen "ihre Lohnarbeiter" übersehen. Die Kapitalisten herrschen über "ihre Lohnarbeiter" wie Könige heißt: Sie herrschen als persönliche Despoten in ihren Unternehmen.
    Ich denke, wem diese Kritik "zu scharf" oder "übertrieben" vorkommt, der schwächt alle Kritik am Kapitalismus ab, die im Kapitalismus persönliche Unterdrückung und in der Lohnarbeit Entfremdung sieht.
    Schlimmstenfalls sind die Kritiker dieses ersten Satzes mit den heutigen betrieblichen Arbeitsbedingungen ganz zufrieden und wollen daran nichts ändern.
    Die gesamte Reformlinke kritisiert ja am Kapitalismus auch nur Makro-Fragen (Umweltschutz, Planlosigkeit, Verschwendung etc.) und meint, das alles könnten sie "von Staats wegen" wegsteuern und wegreformieren. Selbst wenn diese utopische Makro-Steuerung gelänge, blieben die Lohnarbeiter was sie sind: malochende Befehlsempfänger. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Lohnarbeit als malochende Befehlsempfänger werden von dieser Reformlinken nicht kritisiert.


    Die Leute, denen unser erster Satz im Bochumer Programm "zu scharf" oder "falsch" vorkommt, können natürlich darauf verweisen, dass es Gewerkschaften und Betriebsräte und Arbeitsgesetzgebung usw. gibt. Ja, das gibt es alles, und das ist auch wichtig.
    Aber mit Gewerkschaften und Arbeitsgesetzgebung wird der persönlichen Despotie der Kapitalisten nur (weite) Grenzen gezogen. Die Despotie des Kapitalisten wird dadurch nicht in Frage gestellt und nicht beseitigt. Die Despotie des Kapitalisten beruht darauf, dass sein Unternehmen sein Privateigentum ist, und Privateigentum ist grundsätzlich dem Willen und der Willkür des Eigentümers unterworfen. Die Despotie des Kapitalisten beruht darauf, dass er als Lohnarbeiter einstellen kann, wen er will, und dass er seinen Lohnarbeiter jederzeit mit Entlassung drohen kann.


    Es gibt durchaus Unterschiede zwischen der absoluten betrieblichen Willkür der Kapitalisten im 19. Jahrhundert und der gesetzlich begrenzten betrieblichen Despotie der Kapitalisten im 20. Jahrhundert bis heute.
    Diese Unterschiede sind so ähnlich wie die zwischen dem absoluten Königtum im 17. und 18. Jahrhundert und dem konstitutionellen Königtum des 19. Jahrhunderts.
    Die Könige des 19. Jahrhunderts waren zwar durch Gesetze beschränkt, aber waren immer noch Könige und waren innerhalb ihres Herrschaftsbereichs - abgesehen von gesetzlichen Grenzen und Schranken - niemandem rechenschaftspflichtig.


    Unser erster Satz: "Immer noch herrschen die Kapitalisten über ihre Lohnarbeiter wie Könige" beschreibt und kritisiert also die betriebliche Despotie des Kapitalisten als Person.

    Zu 2) Eigentlich sind sich Marx (und alle "klassischen" Marxisten) mit den klassischen bürgerlichen Liberalen ganz darin einig, dass in der kapitalistischen Gesellschaft nicht einzelne Menschen herrschen, sondern die "unsichtbare Hand" des Marktes.


    Leider wurde und wird diese blanke und einfache Wahrheit immer wieder von verschiedenen linken Strömungen vertuscht und verdrängt.


    Die "Verschwörungslinke" suchte und sucht in allem gesellschaftlichem Handeln nach persönlichen Absichten und Motiven. Sie sucht nach den gottähnlichen Weltenlenkern. Solche Verschwörungstheorien hatten wohl durch den "Kalten Krieg" an Zulauf und an Zustimmung gewonnen. Damals hatte die Propaganda der beiden Großmächte alle unwillkommenen Ereignisse dem "kalten Gegner" in die Schuhe geschoben. Diese Verschwörungsmentalität hat die beiden Supermächte überdauert und wird vor allem im Internet genährt.


    Zu den Verschwörungslinken gehören auch diejenigen, die das "Finanzkapital" für irgendwelche Schwierigkeiten persönlich haftbar machen wollen: Zum Beispiel die Mitarbeiter der EZB in Frankfurt oder die Vorstände großer Banken.


    Eine weitere Strömung, die nicht akzeptiert, dass die "unsichtbare Hand" des Kapitals regiert, sind die Staats- und Reformlinken. Durch die augenscheinlichen Industrialisierungs-Erfolge des stalinistischen Staatssozialismus, aber auch durch die kurzzeitigen Erfolge des chinesischen Staatskapitalismus geblendet, meinen die Staatslinken, sie könnten mittels des Staates die Gesetze des Marktes zähmen oder überwinden. Sie glauben an ein "Primat der Politik", nicht an das "Primat des Marktes".
    Alle diese "Primat-der-Politik-Projekte" sind historisch und theoretisch gescheitert, aber das hindert die Staats- und Reformlinken nicht, sich weiter daran zu klammern. Sie wollen zurück zur "sozialen Marktwirtschaft", in der sie das "Primat der Politik" verwirklicht sehen. Tatsächlich herrschte in der "Sozialen Marktwirtschaft" der 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts keineswegs Politik und Staat, sondern es herrschte vielmehr eine boomende kapitalistische Konjunktur, die es ermöglichte, die Ketten, mit denen die Lohnarbeiter an das Kapital geschmiedet sind, etwas lockerer zu lassen und hie und da mit Gold zu überziehen.


    Dann gibt es immer noch die "Monopollinken", die in Anlehnung an Lenin und Hilferding glauben, dass der Konkurrenzkapitalismus durch einen "Monopolkapitalismus" abgelöst worden sei.
    Von diesen "Monopolisten" behaupten sie, dass sie Preise absprechen, Konkurrenten ausbooten, wissenschaftliche Forschung sabotieren usw. usf. - alles Dinge, die die "unsichtbare Hand" durch die kapitalistische Konkurrenz fertig bringt.
    Seltsamerweise kommen und gehen diese "Monopolisten" ständig (Krupp, Deutsche Bank, J.P. Morgan, Apple, Amazon, Google). Dieser ständige Wechsel der "Monopolisten" spricht eigentlich dafür, dass auch hier Konkurrenz herrscht, sonst müsste der "Monopolist" seinen Niedergang ja verhindern können. Offenbar kann das kein Monopolist. Trotzdem finden
    die "Monopollinken" immer wieder eines oder mehrere Unternehmen, auf das sie ihre personifizierten Herrschaftsvorstellungen projizieren können. Die jüngste linke Projektionsfläche für die personifizierte Herrschaft des Kapitals ist BlackRock.


    Wie die Verschwörungslinken simplifizieren und vereinfachen auch die Monopollinken die chaotische kapitalistische Welt. Wie die Verschwörungslinken teilen auch die Monopollinken den Glauben, dass der Kapitalismus aus wenigen "Kommandohöhen" gesteuert würde, - was wiederum den Glauben nährt, die Linken könnten mit wenigen Leuten diese Kommandohöhen erobern, sich dort häuslich einrichten und dann "alles richtig" machen: Eine Gesellschaft schaffen ohne Armut (wenn auch - leider! - noch mit "ein bisschen" Lohnarbeit), ohne Krisen, ohne Umweltbelastung. Halleluja!

    Gruß Wal Buchenberg

  • Ja, sicher.
    Genau genommen ist es bei der Marx'schen Verwendung des Wortes Lohnarbeit ja dann keine Lohnarbeit (nicht mal ein bißchen) auch wenn die Zettel die es da gab, immer noch allgemein Lohnzettel hießen.
    Es fehlt der Kapitalist auf der 'gegenüberliegenden' Seite des Arbeiters.
    Ausbeutung ist es trotzdem und mir einerlei, wer die macht und wie diese sich nennt.
    Ich will sie loswerden und nicht die 'Ausüber der Ausbeutung ändern'.
    Ich möchte diese nicht netter, ich möchte diese nicht mit anderer Bezeichnung, ich will sie gar nicht.


  • Ich möchte die Lohnarbeit nicht netter ... ich will sie gar nicht.


    Hallo Wat.
    da bin ich ganz bei Dir! Allerdings wären die allermeisten Lohnarbeiter mit einer "netteren Lohnarbeit" (besser bezahlt, kürzere Arbeitszeiten, weniger überwacht, keine Schichtarbeit etc.) schon zufrieden.
    In einem anderen Thread wurde hier ja mal diskutiert, ob es im Kapitalismus überhaupt "gute Arbeit" geben könne. Jedenfalls gibt es bessere und schlechtere Lohnarbeit.
    Was wir hier aufzeigen können, ist erstens: Die schlechtere Lohnarbeit nimmt zwangsläufig zu, die bessere Lohnarbeit wird notwendig seltener (durch technischen Wandel, Globalisierung und chronische Krise in den kapitalistischen Kernzonen) und zweitens: Eine technisch entwickelte Gesellschaft mit selbstbestimmten Individuen und daher eine Arbeitswelt ohne Befehle ist möglich.
    Bei der ersten Aufgabe stehen wir noch ganz am Anfang.
    Bei der zweiten Aufgabe stehen wir vor noch einem (fast) leeren Blatt.


    Gruß Wal

  • Wie die Verschwörungslinken simplifizieren und vereinfachen auch die Monopollinken die chaotische kapitalistische Welt. Wie die Verschwörungslinken teilen auch die Monopollinken den Glauben, dass der Kapitalismus aus wenigen "Kommandohöhen" gesteuert würde, - was wiederum den Glauben nährt, die Linken könnten mit wenigen Leuten diese Kommandohöhen erobern, sich dort häuslich einrichten und dann "alles richtig" machen: Eine Gesellschaft schaffen ohne Armut (wenn auch - leider! - noch mit "ein bisschen" Lohnarbeit), ohne Krisen, ohne Umweltbelastung. Halleluja!


    Mich würde interessieren wie du zu der Behauptung kommst. Klingt wie, erstmal alle Linken in einen Topf werfen und dann mal gucken ob sie was gelernt haben. In erster Linie sehe ich das ähnlich, in zweiter Linie findet der politische Kampf jedoch auf der Straße und in den Betrieben statt und nicht im Netz. Ich bin nämlich selbst der Meinung das einzelne Leute/ Familien die Wirtschaft steuern, aber lerne jezt nicht alle Namen auswendig, nur damit ich fundiert antworten kann. Bin in dem Punkt aber auch nicht sehr gut informiert, muss ich zugeben.

  • Ich bin nämlich selbst der Meinung das einzelne Leute/ Familien die Wirtschaft steuern, aber lerne jezt nicht alle Namen auswendig, nur damit ich fundiert antworten kann. Bin in dem Punkt aber auch nicht sehr gut informiert, muss ich zugeben.

    Hallo Matou,
    schön, wieder was von dir zu lesen!
    Es gehörte zum marxistischen Allgemeinwissen, dass in jedem kapitalistischen Unternehmen der (Einzel)Kapitalist herrscht, aber auf der Ebene der Gesamtwirtschaft herrschen nicht Einzelne, sondern die "blinde Konkurrenz", die Verwertungsbedingungen des Kapitals.
    Karl Marx dazu:
    „Die freie Konkurrenz ... ist der wirkliche Prozess des Kapitals, der als Wechselwirkung der Kapitalien aufeinander erscheint ...“ K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, 545.
    „Die freie Konkurrenz macht die immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktion dem einzelnen Kapitalisten gegenüber als äußerliches Zwangsgesetz geltend.“ K. Marx, Kapital I, MEW 23, 286.
    „Der Einzelne wirkt hier nur als Teil einer gesellschaftlichen Macht, als Atom der Masse, und es ist in dieser Form, dass die Konkurrenz den gesellschaftlichen Charakter der Produktion und Konsumtion geltend macht.“ K. Marx, Kapital III, MEW 25, 203.


    Dieses Allgemeinwissen von der Unternehmensmacht des individuellen Einzelkapitalisten scheint ebenso verloren gegangen zu sein, wie das Wissen von der Ohnmacht des Kapitalisten gegenüber der kapitalistischen Konkurrenz.
    Der Einzelkapitalist wird durch Gesetz und Gewerkschaften zwar in seiner betrieblichen Willkür beschränkt, aber gleichzeitig bestätigen die Gesetze wie die Gewerkschaften die Macht des Einzelkapitalisten. Die Gesetze schützen und bestätigen seine betriebliche Macht und auch die Gewerkschaften müssen in jedem Fall die Zustimmung und Einwilligung des Kapitalisten erreichen. Der Kapitalist herrscht in seinem Unternehmen nicht mehr unbeschränkt, aber im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen ist er der König, ohne den nichts geht. Spätestens wenn er "seinen Laden" dichtmacht, wird deutlich, dass jedes kapitalistische Unternehmen samt der Arbeitsplätze eine "Sache" ist, die dem Privatwillen des Eigentümers unterworfen ist.


    Was die gesellschaftliche Ebene angeht, so verbindet sich hier die unselige Theorie vom "Monopolkapitalismus" mit den Verschwörungstheorien, die hinter jedem Ereignis bewusste menschliche Absicht wittern.


    Ich dagegen bin nach wie vor der Überzeugung, dass in den Einzelunternehmen die Kapitalisten wie (konstitutionelle) Könige herrschen, dass aber auf dem Markt, (in der Gesellschaft), keine Einzelnen (weder Regierungsmitglieder noch Einzelkapitalisten) wirkliche Macht ausüben, sondern das Kapital als "gesellschaftliche Macht" herrscht. Solange diese "großen Einzelnen" den Marktgesetzen folgen, scheinen sie mächtig zu sein. Sobald sich der Markttrend wendet, sieht ein Kind, dass diese "Kaiser" in Wirklichkeit nackt sind.


    Gruß Wal


  • Das Kapital wird mehr und mehr zur anonymen Macht. Herrschte im Kapitalismus des 19. Jahrhunderts die scheinbare Willkür der Einzelkapitalisten, so tritt an deren Stelle eine zunehmende Verrechtlichung und Regelung. Per Gesetz und per Unibildung wird festgelegt, was "richtiges", korrektes kapitalistisches Handeln ist, so dass auch Nichtkapitalisten (Lohnarbeiter) wissen, wie sie im Interesse und im Dienste der anonymen Kapitalmacht zu handeln haben.
    Zur scheinbaren Willkür ist zu sagen: Schon diese "Willkür" war durch das kapitalistische Profitinteresse bestimmt. Scheinbar handelte jeder Kapitalist nach eigenem Gutdünkten, aber erfolgreich blieben nur die Kapitalisten, die sich den kapitalistischen Profitgesetzen unterordneten.
    Ähnliches gilt für die heutige Regelung und Verrechtlichung des Kapitalismus: Zur gesetzlichen Regel wird nur das, was die wirklichen Kapitalisten als Norm für alle akzeptieren, und was dem Überleben als national verfasstes Kapital am besten dient.


    Gruß Wal Buchenberg

  • Mein Post bei Feynsinn (Darf ich mich eigentlich selber ohne Quellenangabe zitieren ;) )


    Wenn man sich BlackRock anschaut, dann übernehmen zumindest Computer den Kapitalismus und werden von den "oberen Zehntausend" mäßig bezahlten Lohnarbeitern bedient. Eigentlich könnte man die "oberen Zehntausend" der Kapitalisten aus dem System rausnehmen, das System läuft via Algorithmus weiter. Vom automatischen Subjekt zum digitalisierten? So gesehen schafft DER Kapitalismus sich doch ab, also der, welcher sich an irgendwelchen Personengruppen (Superreiche) festmacht. Das geht über die schon lange existierende Delegierung an eine Managerkaste hinaus. Fehlt noch, dass die Regierung durch einen Algorithmus ersetzt wird, den könnte man dann TINA nennen.


    Ich habe gerade deine Ausführungen genauer gelesen, da sagst du quasi dasselbe, wenn auch präziser und nicht so flapsig. Oder sehe ich das falsch? Diese Kapitalisten, die sich völlig aus dem "Alltagsgeschäft" als Entscheider etc. herausgezogen haben, könnten quasi von Aliens entführt werden, das System merkt davon überhaupt nichts.


    renée

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