Wohnungen für Obdachlose

  • Die Bundesarbeitsgemeinsacht Wohnungslosenhilfe zählt rund 300.000 wohnungslose Menschen in Deutschland, von den 10 Prozent mehr oder
    minder ständig auf der Straße leben.


    In Hannover gibt es für Obdachlose rund 450 Betten in Wohnheimen.


    Das Problem dieser Schlafplätze ist weniger, dass die Übernachtung Geld kostet. Das Problem ist, dass die Unterkunft-Suchenden streng überwacht und bevormundet werden. Diese Plätze bieten keine Privatsphäre.


    Ein weiteres Problem ist, dass von den Unterkunft-Suchenden erwartet wird, dass sie über kurz oder lang auf dem freien Wohnungsmarkt eine Wohnung finden. Diese Hürde ist viel zu hoch. Siehe dazu: Profite am Wohnungsmarkt.


    Einige kanadischen und US-amerikanischen Kommunen geht jetzt einen anderen Weg. Das Programm heißt „housing first“ und stellt für Obdachlose nicht Schlafsaalbetten, sondern abgeschlossene und eingerichtete Apartments mit Mobiliar zur Verfügung.
    Soziale und medizinische Betreuung zum Beispiel bei Suchtproblemen werden dort angeboten, sind aber keine Vorbedingung für die Unterbringung.


    Bei Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern ist es Standard, dass sie zu aller erst und unmittelbar mit eigenem Wohnraum versorgt werden. Dass unsere Stadtverwaltungen mit Obdachlosen nicht ebenso verfahren, ist mit Vernunftgründen nicht zu erklären. Es hat wohl viel mit der Absicht zu tun, Armut und Elend im Kapitalismus zu leugnen oder wenigstens zur persönlichen Schuld zu stempeln,
    meint Wal Buchenberg

  • Newly created posts will remain inaccessible for others until approved by a moderator.