2013: weniger Berufsausbildungsverträge

  • Vor allem kleine und mittlere Kapitalisten klagen über Fachkräftemangel. Großbetriebe (mit mehr als 250 Lohnarbeitern) finden in 98% der Fälle Lohnarbeiter mit der Qualifikation, die sie nachfragen. In mittelgroßen Betriebe (50-250 Lohnarbeiter) bleiben 11% der angebotenen Stellen unbesetzt, in Kleinbetrieben (weniger als 50 Lohnarbeiter) sind es 23%. (Siehe Grafik rechts: Suchprozesse)



    Jeder weiß, dass Kleinbetriebe zwar abwechslungsreiche Arbeit bieten, aber gleichzeitig lange Arbeitszeiten mit vergleichsweise niedriger Bezahlung verlangen und auf gewerkschaftliche Rechte wenig Rücksicht nehmen.


    Hinzu kommt, dass diese Jammerkapitalisten immer weniger Fachkräfte selbst ausbilden. Nur knapp 22 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen stellen überhaupt Ausbildungsplätze zur Verfügung.
    Da jedoch die große Mehrheit der Lohnarbeiter in Deutschland (70%) in Klein- und Mittelbetrieben arbeitet (siehe Kuchengrafik oben), stellen diese Betriebe doch die Mehrheit der 530.700 Ausbildungsverträge, die im September 2013 abgeschlossen wurden. Insgesamt wurden gut 20.000 Ausbildungsplätze oder 3,7 Prozent weniger angeboten als im vergangenen Jahr.


    Ausbildungsverträge 1992 - 2012:


    Quelle und weitere Daten zum Ausbildungsmarkt: http://www.bibb.de/de/index.htm


    Gruß Wal

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