Lebensarbeitszeit

Karl Marx rechnete Mitte des 19. Jahrhunderts mit einer Lebenszeit der Lohnarbeiter von 30 Jahren und einer Lebensarbeitszeit von 20 Jahren. Seither hat sich Vieles verändert: Die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit ist – dank gestiegener Arbeitsproduktivität – gesunken.


Gleichzeitig ist aber die Lebensarbeitszeit – die Jahre, die wir für das Kapital schuften müssen, stark gestiegen. Zu Marx Zeiten mussten Lohnarbeiter an 6 Tage 10 Stunden für 20 Jahren arbeiten, das machte rund 60.000 Lebensarbeitsstunden. Nach den Daten in der obigen Grafik arbeitete ein Lohnarbeiter in Deutschland im Jahr 2016 rund 1.450 Jahresarbeitsstunden. In den 45 Sollarbeitsjahren, die wir für das Kapital schuften müssen, ergibt das über 65.000 Lebensarbeitsstunden.

Die tägliche Arbeitszeit ist kürzer geworden, die Lebensarbeitszeit wurde verlängert.

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