Search Results

Search results 1-9 of 9.

  • 1) Nationalistische Bewegungen versuchen eine Solidarisierung entlang aller „Mitglieder einer Nation“ zu erreichen. Der angestrebte Zweck und die notwendige Folge ist ein Machtzuwachs der jeweiligen nationalen Führungselite, die sich möglichst als Staatsmacht etabliert. Rechte Nationalisten definieren die Zugehörigkeit zu einer Nation über rassistische Kriterien. Linke Nationalisten betonen mehr kulturelle und historische Gemeinsamkeiten. Für beide Nationalismen gilt: Sie erwarten und fördern d…
  • 400.000 demonstrierten gestern in Barcelona gegen die spanische Regierung, eine beeindruckende Zahl. Der Eindruck wurde geschwächt, als man sah, dass in der ersten Reihe der Demo Minister und ein Regierungschef standen. Die 400.000 demonstrierten FÜR die eine Regierung und GEGEN die andere Regierung. Ziel der Demo war: Libertat! Libertat! - eine Freiheit, die sich darin verwirklicht, dass jedermanns vertragliche Bestimmungen zum - durch Besitzlosigkeit erzwungenen - Verkauf seiner Arbeitskraft …
  • Die Zuspitzung des Konflikts zwischen der katalanischen Regionalregierung und der Zentralregierung in Madrid finde ich bedauerlich. Das sind zwei Schritte in die falsche Richtung. Ich bin gegen Einsatz des § 155 und gegen alle Repressionsmaßnahmen der Regierung Rajoy, aber ich denke, Puigdemont und seine Regierung haben keine Gelegenheit ausgelassen, den Konflikt zu eskalieren. An der spanischen Demokratie gibt es – wie an allen bürgerlichen Demokratien – sehr viel auszusetzen. Reaktionäre Gese…
  • Update von 1. November 2017: Wer sich Hoffnungen gemacht hatte, dass die katalanische Unabhängigkeitsbewegung mit der Machtübernahme Madrids in einen „katalanischen Widerstand“ hineinwachsen werde, sieht sich – bisher – getäuscht. Was immer das Kalkül der Puigdemont-Regierung war, es ist nicht aufgegangen. Politische Beobachter in- und außerhalb der Mainstreams rätseln nun, was Puigdemont und seine Mitstreiter nun planen und vorhaben. Der Eindruck verstärkt sich, dass sie das selber nicht wisse…
  • Update vom 6.11.2017 Wer ist das „katalanische Volk“? Laut Umfragen, auf die sich der Economist vom 4.11.2017 beruft, verstehen sich als „Katalanen“ im Gegensatz zu den „Spaniern“: „the better-off, and those in smaller towns or with Catalan-speaking parents“ – in Klassenbegriffen gesprochen: Die Bourgeoisie (d.h. Kapitalistenklasse plus akademische Intelligenz) und das (ländliche) Kleinbürgertum. Als „Spanier“ in Katalonien fühlen sich dagegen „poorer Catalans“ und „immigrants from the rest of …
  • Die kommunistische Staatskritik macht geltend, dass der bestehende Staat ein Staat der Reichen sei, in dem sich die Interessen des Kapitals direkt durch Lobbyarbeit und Bestechung und indirekt durch den Zwang zu kapitalistischer Akkumulation ("Wachstum") durchsetzen. Die Armen und die lohnabhängige "Mittelschicht" sind von politischen Entscheidungen ausgeschlossen und können ihre Interessen nur durchsetzen, wenn sie den Staat zerbrechen und die Beteiligung Aller an allen Entscheidungen ermöglic…
  • Die Rekord-Wahlbeteiligung von 82 Prozent erreichte ein „amerikanisches Ergebnis“ wie Trump versus Clinton: Die eine Seite gewann die „popular vote“, die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, die andere Seite gewann die Mehrheit der Abgeordneten. Für die drei separatistischen Parteien stimmten 47,5 Prozent der Wähler, für die vier "Unions"-Parteien stimmten 52,5%. Da das katalanische Wahlrecht bevölkerungsarme Regionen auf dem Land bevorzugt, erhielten die Separatisten mit 34+32+4 = 70 von 135 Sitz…
  • Partei (Separatisten) % der Stimmen Sitze Partei (Unionisten) % der Stimmen Sitze JuntxCat 21,65 34 C‘s 25,37 37 ERC 21,39 32 PSC 13,88 17 CUP 4,45 4 Podemos 7,45 8 PP 4,24 3 47,49 70 SUMME 50,94 65 Ungültige: 0,8% (Ausgezählt: 99,9% der Stimmzettel)
  • In ihren politischen Anfängen beschäftigte sich Rosa Luxemburg intensiv mit der Frage, ob es für Polens dreigeteilte Sozialisten sinnvoll sei, für eine Loslösung der polnischen Gebiete aus den russischen, deutschen und österreichischen Kaiserreichen einzutreten. Sie schrieb u.a.:"In der Tat, eine Bestrebung, in den gegebenen Staatsgrenzen die politischen Einrichtungen zu demokratisieren, und die andere Bestrebung, aus den gegebenen Staatsgrenzen zu entkommen, schließen einander aus. Daher bedeu…