Entschuldigung für "Mitleidsdemo"

  • Hallo Leute,
    am Ende meines Artikels "Istanbul, Ankara und Frankfurt" http://marx-forum.de/Forum/index.php?page=Thread&postID=541#post541
    habe ich folgende Erklärung eingefügt:

    Einfügung vom 22.06.2013: Für mich ziemlich überraschend hat dieses Wort "Mitleidsdemo" eine Lawine der Empörung ausgelöst. Das bedauere ich. Ich bedauere auch, dass eine sachliche Debatte über die politische Einschätzung dieser Demo inzwischen nicht mehr möglich scheint. Ich klammere mich aber nicht an dieses Wort. Ich entschuldige mich dafür bei allen, die sich durch diese Begrifflichkeit angegriffen oder beleidigt fühlten.
    Wal Buchenberg, 22.06.2013

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Comments 7

  • Hallo mars,
    lass mal gut sein! Wir sollten mit dem "blame game" aufhören.
    Die große Mehrheit der Leute hat längst wieder andere Fragen und Probleme, denen wir uns zuwenden sollten.
    Gruß Wal
  • Einstecken
    Hallo renée,
    In Wals Charakterisierung der Demo musste niemand was "einstecken". Da war kein persönlicher Angriff. Niemand musste Tränen trocknen. Ich bin der Meinung, dass die Leute von Occupy,attac,usw eine falsche Kapitalismuskritik vertreten.
    Der Einzige, der in der ganzen Polemik was "einstecken" musste, war zum Schluss Wal selbst. Ich denke, er hätte sich nicht entschuldigen sollen.
    Im alten KM-Forum wurde m.E. weniger "sensibel" und nüchterner diskutiert.
    Beste Grüße,
    mars
  • "Ich mag diese sensiblen Touren einfach nicht."

    Mal sehen, ob du das auch so beherzigst, wenn es ums "Einstecken" geht.
  • Mitleidsdemo
    Hallo,
    Ich finde die ganze Diskussion um Wals Ausdruck "Mitleidsdemo" lächerlich. Wenn das Wals Einschätzung ist, dann ist es sie halt, wer eine andere hat, hat eben eine andere. Hier wird so getan, als hätte Wal sich eine Majestätsbeleidigung geleistet.
    Hoffentlich kommt es nicht noch zum Prozess. Begriffe können nicht weinen und wer sich durch Wals Einschätzung beleidigt fühlt, ist m.E. ein Heuchler.Ich mag diese sensiblen Touren einfach nicht.
    Beste Grüße,
    mars
  • Ich war davon zwar gar nicht betroffen, aber von dieser Wortwahl ziemlich erschüttert!

    Teilgenommen hatte ich nur an den ersten "Occupy"-Demos, dort nahmen ca. 17 - 70jährige Leute unterschiedlicher Motivation teil (O-Ton der Ältesten: Für meine Enkel...), viele offensichtlich zum ersten Mal im Leben.

    Ich finde es bedauerlich, wenn hier undifferenziert über "die Demo" geurteilt wird und die Motivation der Veranstalter mit der sämtlicher Teilnehmer in einen Topf geworfen wird. Selbst wenn das thematisch noch längst nicht "das Gelbe vom Ei" ist, bin ich trotzdem froh, das sich auch hier in Frankfurt wieder mehr Widerstand regt.

    Vielleicht bin ich hier zu wohlwollend, aber den Leuten, die gerade erst anfangen, ihren Protest zu äußern, gleich mit ätzender Kritik zu begegnen, wird sie bestimmt nicht in die "richtige" Richtung treiben. Diese Kritik empfand ich eigentlich eher als ein "Eigentor", zum Glück werden nur wenige der Adressaten je davon erfahren.

    cu
    renée

    PS: Aus meiner Sicht ein dicker Faux-pas, aber noch ewig drauf rumtrampeln hilft auch nicht weiter. Solches Verhalten empfinde ich als Luxus, den ich mir nicht leisten will und kann.

    PPS:
    Danke, Wal, dass du diese "Kurve noch gekriegt" hast, ich war schon fast "weg".
  • Hallo Peter,
    statt mir einen Vortrag über richtiges Deutsch zu halten, guckst du besser hier:

    duden.de/rechtschreibung/entschuldigen

    Gruß Wal
  • Hallo,
    da muss wohl etwas an mir vorbeigegangen sein. Ich konnte hier nicht lesen das es je um das Wort "Mitleiddemo" gegangen ist. Erstaunlich ist es auch das der sich als "Schadensverursacher" sieht auch gleich "entschulden" kann. Geht es nicht darum vom "Geschädigten" um "Entschuldung zu bitten.
    Mit "Es tut mir Leid" als Ausdruck von Emotion ist ein weiterkommen ja fragwürdig.
    Jedenfalls hat Robert eine andere Sicht auf das was hier als falsche Wortwahl relativiert wird. Auf Schlosserwerkstatt nachzulesen.
    "Marxismus und Bochumer Programm"