Straßenschlacht wegen umgerechnet 7 Cent

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Comments 13

  • @ Kim B. (Samstag, 15. Juni 2013, 15:58)
    Wieso sollte ich mich bei einer Demo "wohlfühlen"? Ich war sowieso nicht bei den Blockupy Demos dabei, weil ich schon geahnt habe, was passiert und mein Gesundheitszustand für so etwas nicht mehr ausgelegt ist.

    Ich bezweifle allerdings, dass alle Teilnehmer dort Selbstdarsteller und Opferlämmer waren.

    cu
    renée
  • Die Protestbewegung in Brasilien ist keine "Studentenbewegung", sondern eine Volksbewegung:

    spiegel.de/politik/ausland/zeh…n-brasilien-a-906551.html

    Gruß Wal
  • Das ist so @franziska.
    Jeder registrierte User kann sich hier sein eigenes Blog anlegen.

    Edit: Forum ist wieder offen.
  • Guten Tag und herzlich willkommen auch von mir. Ich glaube, dass es für registrierte Teilnehmer die Blog-Funktion gibt, und die ist nach wie vor freigeschaltet. Falls es nicht geht, schick den Administratoren eine Protest-Mail!
    Bis bald auf deinem Blog! F.
  • Herzlich Willkommen @Polyphem

    Wir arbeiten dran, gib uns bitte noch etwas Zeit.
    Danke.

    PS: Die Möglichkeit zu schreiben gibt es hier nach wie vor, wenn auch etwas 'im Hinterhaus' - Du hast sie selbst gerade genutzt ;)

    Liebe Grüße - Wat.
  • Da man sich im Forum nicht mehr äußern kann tue ich das hier ganz offtopic:

    Ich habe dieses Forum erst kürzlich entdeckt und bin etwas enttäuscht über die Schliessung, schliesslich kann nun überhaupt niemand mehr etwas schreiben. Generell gibt es kaum Foren die sich ganz spezifisch auf Marx, Marxismus usw. konzentrieren. Klar, es gibt das Parteiforum bei der MLPD, aber das ist noch geringer besucht als dieses hier. Generell muss in der linken Szene ein Weg gefunden werden die Debatten kontinuierlich zu betreiben und die verschiedenen Flügel über die gemeinsam errungenen Erkenntnisse aneinander heranzuführen. Machen wir uns nichts vor: Wenn weiterhin dieses Sektierertum stattfindet, ohne sich in aller Regelmäßigkeit gegen den gemeinsamen Feind (Kapital, Wert usw.) zu verbünden, werden wir noch in 100 Jahren darüber jammern, dass die Menschen keine Kontrolle über ihr Leben haben. Wenn das Forum nicht so gelaufen ist wie man will, dann darf man nicht einfach aufgeben und dicht machen! Man muss trotzalledem weitermachen egal wie die Ressonanz ist. Sicherlich muss gleichzeitig ein Weg gefunden werden neue Partner zu gewinnen, um für dieses Forum zu werben. Aber eine Schliessung kommt für mich einer Kapitulation gleich.
  • renée,

    wat hat ja schon die Zielrichtung genannt. Ich weise ferner auf die Anti-AKW Demos hin, auf Gorleben, auf Stuttgart. Dort haben "brave", für Lohn arbeitende Bürger, die betroffen waren, ihre Meinung zum Staat über Nacht geändert.

    Ich hab ja nichts gegen linke Demos wie M31 oder Blockupy und ich verstehe, wenn du dich da wohl fühlst, ich meine aber, dass diese Art antikapitalistischer Demonstrationen, die ich als linke Selbstdarstellungs- und Selbstviktimierungsdemos bezeichne, uns nicht voranbringen.

    Beste Grüße

    Kim
  • @renée: Strompreise, Mieten, Flughafen... da wo sich Menschen finden und ihren Unmut kundtun. Ist ja von Ort zu Ort verschieden. Woanders ist es eben ein Park, ein neues Kaufhaus uä.
    Bei uns war zb. ein simpler neuer Kreisverkehr oder eine Umgehungsstraße...
    ... oder 'nebenan' in Polen direkt hinter der Grenze ein Atomkraftwerk (Polen hat bis jetzt noch gar keins und hier ist ua auch Naturpark "Unteres Odertal" auf hiesiger Seite)
  • @ Kim B.
    "... dort hingehen, wo die Lohnarbeiter der Schuh drückt."

    Wenn man jetzt nur wüßte, wo das sein könnte. Leider weiß ich als zwangsweise Beteiligte eher über diejenigen zu berichten, welche dem Lohnarbeiterdasein von außen zugucken dürfen. Trotzdem sieht die "Lohnarbeiterschaft" für mich zu wenig homogen aus, um dort stark einigende gleichartige Nöte vorzufinden.
    Vielleicht würden einige Leute etwas aufmerksamer, wenn sie mehr über ihre Altersversorgung wüssten. Vielleicht ...

    @ franziska
    "Ich würde mir wünschen, dass dieses Forum sich dahin entwickelt, dass solche produktiven Debatten angefangen und vorangetrieben werden..."
    Ich auch!

    ....

    Allgemein bezüglich der Demos in Ffm:
    Vor der Occupy-Demo vor zwei Jahren war hier jahrelang ein toter Hund begraben, von daher begrüße ich es, dass sich hier von "links" überhaupt mal wieder was tut, auch wenn es nicht perfekt ist! (Perfekt ist der Tod!)

    cu
    renée
  • Auch Blockupy Frankfurt war nicht abgehoben - sondern gegen die Armutsprogramme der Finanzkrisenbewältiger gerichtet.
    Ist Armut kein Thema für Lohnabhängige? Etliche Gewerkschaftler haben das anders gesehen und sind mitmarschiert.

    Aber den einen war Blockupy zu brav, die anderen störten sich an den "Randalierern". Mal zuwenig Linke, mal zuviel. Hauptsache "die Linken" sind schuld und man hat einen guten Grund, Blockupy für untauglich zu erklären.

    Gottseidank ist das ja in Brasilien völlig anders, wie wir dem o.g. Link entnehmen können:

    "Die Demonstration wurde von Studenten, aber auch gewaltbereiten Gruppierungen angeführt." - "Bei den Auseinandersetzungen wurden Fensterscheiben von mehreren Banken eingeworfen, eine U-Bahn-Station und mehrere Busse in Brand gesetzt."

    *

    Schöner Kommentar von dir übrigens, franziska. Ich wusste doch, ich würde heute noch was "Vernünftiges" lesen ... ;)
  • renée,

    dagegen spricht nichts aber auch nichts dafür. Ich denke, wir müssen von den Selbstdarstellungs- und -viktimierungsdemonstrationen wegkommen und dort hingehen, wo die Lohnarbeiter der Schuh drückt. Eigentlich wären genug Linke da, die da was ausrichten könnten - wenn sie sich nur mal zusammenraufen würden. Aber dafür brauchts wohl zuvor den Prozess, wie ihn franziska geschildert hat.

    Beste Grüße
    Kim
  • Das Sch... leigt uns allen sehr nahe, renée... ABER: So schrecklich elfenbeintürmern sind die Debatten der Linken aus meiner Sicht nicht, sondern da wird viel Liegengebliebenes ENDLICH einmal aufgearbeitet und vielleicht sogar aufgeräumt, man kann das auch als Konzentrierungs- und Sammlungsstadium begreifen. Da müssen "die" Linken wohl durch.. Tatsächlich kenne ich kaum eine der grossen und kleineren Grandlagendebatten (die ja meist garnicht so kompliziert sind), wo nicht gravierend unterschiedliche praktische Konsequenzen zu ziehen wären, je nachdem, wie man sich positioniert. Elfenbeintürmern würd ich daher eher nennen: die luxuriösen Rückzüge, das Alleine-Rechthaben, auf die Andern verzichten können, wie wirs hier noch relativ glimpflich erleben, und anderswo dafür um so heftiger. Dass endlich die Differenzen ausgetragen, ja überhaupt erst einmal im wechselseitigen Einverständnis klar ausgedrückt werden, ist hoch an der Zeit. Ich würde mir wünschen, dass dieses Forum sich dahin entwickelt, dass solche produktiven Debatten angefangen und vorangetrieben werden...
  • Was spricht denn dagegen, unter dem Motto Taksim ist überall und überall ist Widerstand gemeinsam mit Leuten aus der Türkei hier zu demonstrieren?
    blockupy-frankfurt.org

    "Die" Linke in Deutschland kann man sowieso mit der Lupe suchen! Zu der minimalen "Protestbewegung" in Deutschland kann sie deswegen auch kaum etwas beitragen. Vielleicht ist das auch besser so, wenn sie ihre Streitereien nicht auch noch auf das zarte Pflänzchen überträgt.

    Für "bodenständige" Konflikte ist der Elfenbeinturm nicht zuständig, wahrscheinlich geht es denen dort noch viel zu gut. Mir nicht, von meiner (eher unterirdischen als bodenständigen) Seite aus ist auf diese elitären Zirkel gesch.....

    cu
    renée