Am Rande der Stadt

  • Ein Kuckuck übertönt
    die Polizeisirenen.
    Idylle am Stadtrand.

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Comments 20

  • Zum Kuckuck!

    Instinkte des Kuckucks. Einige Naturforscher nehmen an, die unmittelbare und Grundursache für den Instinkt des Kuckucks seine Eier in fremde Nester zu legen bestehe darin, dass er dieselben nicht täglich, sondern in Zwischenräumen von zwei oder drei Tagen lege, so dass, wenn der Kuckuck sein eigenes Nest zu bauen und auf seinen eigenen Eiern zu sitzen hätte, die erst gelegten Eier entweder eine Zeitlang unbebrütet bleiben oder Eier und junge Vögel von verschiedenem Alter im nämlichen Neste zusammenkommen müssten. Wäre dies der Fall, so müssten allerdings die Prozesse des Legens und Ausbrütens unzweckmäßig lang währen, besonders da der weibliche Kuckuck sehr früh seine Wanderung antritt, und die zuerst ausgeschlüpften jungen Vögel würden wahrscheinlich vom Männchen allein aufgefüttert werden müssen. Allein der amerikanische Kuckuck findet sich in dieser Lage; denn er baut sich sein eigenes Nest, legt seine Eier hinein und hat gleichzeitig Eier und successiv ausgebrütete Junge.
    Charles Darwin, Die Entstehung der Arten,
    Reclam, S.348
    Beste Grüße,
    mars
  • Der Kuckuck ist ja der Ausbeuter unter den Vögeln.

    Nachtigall, ick hör dir trappsen ...

    Übrigens ist mein früherer Chef jeden Monat mit einer chinesischen Weisheit angekommen, vor allem mit denen über schlaue Kriegsführung. Das Schöne ist: jeder kann die Sprüche für sich instrumentalisieren und spart sich den unhöflicheren Klartext.
  • @Wat
    Ja, das hat noch gefehlt, dass du mir mit Marx kommst. Was bedeutet das für dich "die Zukunft der Bewegung" vertreten, in der Bewegung selbst vertreten? Diese verächtlich abqualifizieren?
    Das darfst du tun! Wenn du ernsthaft meinst, damit einen Blumentopf gewinnen zu können, dann wünsch ich dir viel Glück. Aber um das zu machen, hätt ich mich auch gleich beim "Gegenstandpunkt" engagieren können. Dafür braucht es das Marxforum nicht. Die machen das schon hervorragend, diese Sorte der Zukunftsvertretung der Bewegung. Das alles selbstverständlich vom Standpunkt des Kommunismus, im Interesse der LohnarbeiterInnen.
    Im Bochumer Programm - soweit ich als fast einziger Bochumer dessen Herkunft namensgebend war- mal sagen darf ;) sah ich geradezu eine Garantie, dass solche "Beurteilungen" nicht passieren. Ich hab mich getäuscht und bin im falschen Film. Sorry!
    Das Marx-Zitat als Antwort auf meine Fragen, woher du Ansatz und Perspektive der Demo kennst!! Super! Besser konntest du mir nicht demonstrieren, was ich ablehne und nicht mitmache! Das ist Grundlage für Sektierertum pur! Solche konkreten Fragen interessieren eben Linke nicht, ob radikal oder nicht. Das verbindet und diese Art der Antworten wiederholt sich immer wieder. Im Forum hat man und frau immer wieder auf solche konkreten Fragen von mir auf diese Weise reagiert. Das nennt sich dann Diskussion!

    Grüße
    Robert
  • (Die Kommunisten) „kämpfen für die Erreichung der unmittelbar vorliegenden Zwecke und Interessen der Arbeiterklasse, aber sie vertreten in der gegenwärtigen Bewegung zugleich die Zukunft der Bewegung.“
    K. Marx, Kommunistisches Manifest
  • @Wat
    "Sündendemo" ist ein rein selbst-ironisch gemeinter Begriff, der mit der ätzend polemischen Formulierung "Mitleidsdemo" nicht das geringste zu tun hat und damit keinesfalls "korrespondiert". Deine Position "korrespondiert" ausschließlich mit der verachtenden Formulierung von Wal.
    Ich werde nicht weiter lesen, weil mich das grundsätzlich nur nervt. Auch du fragst mich nicht einmal, was ich da erlebt habe und meinst als KommunistIn vorm Computer auch solche Sachen beurteilen zu können und zu müssen. Weiter so! Woher kennst du denn Ansatz und Perspektive der Demo, die du meinst beurteilen zu können und zu müssen?

    Robert
  • @Robert: Ich habe, wie Du sehen kannst, @Kim nicht widersprochen und habe (vielleicht liest Du doch noch mehr) meine Sicht zu Blockupy auf @Mattis geantwortet.

    Das Wort "Mitleids-Demo" ist vielleicht nicht gerade 'schick', korrespondiert aber gut mit "Sündendemo".

    Natürlich bin ich emotional auch begeistert, wenn sich viele Menschen treffen und auf einen Mißstand 'aufmerksam' machen, und wann immer ich kann, werde ich dabei sein, aber ich bin auch Kommunist und daraus ergibt sich für mich auch immer, eine Demo (oder auch nur schon einen Aufruf zu einer) nach Ansatz und Perspektive 'einzuordnen'.
  • @Wat
    Bezüglich der Form habe ich auch noch eine Frage an dich. Ich halte sich auch für wichtig und lass mich gern kritisieren. Der Begriff "Mitleidsdemo" ist auch eine Form, eine sehr polemische Formulierung nämlich.
    Sie betrifft viele aktive Menschen, die kritisiert werden im Namen, der nichtakitven, nur unter Bezugnahme auf Reden von "FührerInnen". Findest du diese Form der Polemik in Ordnung? Wie stehst du zu der Demo in Frankfurt?

    Viele Grüße
    Robert
  • @wat
    Danke für deine Antwort bezüglich meiner Frage! Aber "natürlich" war das nicht!

    Grüße
    Robert
  • @wat
    ... und überhaupt, wenn ich bedenke, welche Arbeit ich bisher in die Entwicklung von Argumenten (siehe Mails an Modaratorenteam/ schlaflose Nächte) für meinen Standpunkt gesteckt habe und das vergleiche mit den Reaktionen, dann muss ich nicht mehr viel in den Blogs nachlesen. Das wird man hier kaum beantworten können. Das braucht man aber auch nicht, wenn man meine Argumentationen für unsinnig hält! Dann reichen "bon mots".

    Bis dahin
    Robert
  • @Robert, Dir "kann schnuppe sein", was immer Dir schnuppe sein möchte, aber der Ton, in dem eine Auseinandersetzung geführt wird, wenn sie geführt wird, ist hier bitte ein freundlicher und ausschließlich sachlicher.
    ... denn das hat mich im NAO-Blog noch viel mehr gestört, als die aufeinander prallenden unterschiedlichen Meinungen - die gehören mE zum Leben dazu.

    Was Deine Frage betrifft:
    Ja, natürlich, oder meinste, da konnte noch einer schlafen - ich nicht^^
  • @Wat
    Habe angefangenim Blog zu rechierchieren. Kims Beitrag reichte mir schon, um wieder aufzuhören. "nichts und niemand dürfte vor komunistischer kritik heilig sein" ... ja, ist das hier so? Jeder darf sich selbst ein Bild machen. Begründen werde ich meine Skepsis nicht obwohl mir einiges an Tabus einviele... zurecht für ein Marxforum und zu unrecht für ein Marxforum.
    Das ist aber Schnuppe, wenn es um Praxis geht!!! Und wie man sich eine Praxis vorstellt und sie betreiben will. Wenn man denn will! Da scheiden sich so oder so die Geister. Ich untersttütze keine Praxis, die aus meiner Sicht sektiererisch ist! Das war der Grund meiner Distanzierung zum NAO-Prozess und meines Engangements für das Bochumer Programm. Wenn hier im Forum nach meiner Einschätzung sektiererischer Praxis das Wort geredet wird, dann distanziere ich mich auch davon. Wenn ich mich dabei irre, mache ich einen Fehler, mit dem ich leben muss. Ändern wird das nichts solange ich diese sektierrischen Fehler sehe. Aus meiner Sicht ist eben das Sektierertum das Grundübel des modernen Linksradikalismus!

    Gruß
    Robert

    apropos: habt ihr die Schließung des Forums im Team abgesprochen?
  • Schau hier in die Blogs, da ist einiges dazu geschrieben worden.
    Bei allem inhaltlichen geht aus den Einträgen mE auch hervor, daß es wichtig ist, VORHER zu schauen, ob Maß und Form verlassen werden, denn das ist (nicht nur) für mich ein "No go".

    Dann editiere ich auch mal, aber mit Kennzeichnung ;)
    Selbstkritik in Mails ist nur für den auf die Mails beschränkten Leserkreis.
  • @ Wat.
    Sehr schöner Spruch!! Aber hier reibe ich mich ja eher an Wal und Kim, die sich reichlich bedeckt halten ... bei all dem Text, den ich schon produziert habe. (Ihr Entsetzen mag so groß sein über meine Kritik, wie meine über bestimmte Entwicklungen, aber zur Sprache gebracht werden muss das- Auch wenn ich darin zweifellos nicht der geschickteste bin, wegen meiner Leidenschaft!)
    Unsere Differenzen haben wir ja schon heftigst angesprochen, ohne sie lösen zu können.
    Jedenfalls ist die Schließung des Forums keine Lösung ... aus meiner bornierten Sicht. Öffentliche Diskussion wäre besser. Ist das , was jetzt geschieht, Antizipation??? Was die "Schonung" bezüglich theoretischer Grundpositionen anbetrifft, so bin ich ich der Sache nach absolut kompromislos, solange mir keine sachlichen Fehler nachgewiesen werden!! Wenn ich dabei in der Form das Maß verliere, bin ich jederzeit zur Selbstkritik bereit.
    Dass ich nach meiner Selbstkritik überhaupt keine spontane Antwort erhalten habe, finde ich schon bemerkenswert und außergewöhnlich ...- manche verbringen ja wie ich, Stunden vor dem PC) nach all meiner Erfahrung (ich habe mit vielen Leuten, die ich kritisiert habe, im Mailkontakt gestanden.). Aber sei es drum, man lernt nie aus.
    Viele Grüße
    Robert
  • Danke, @Robert.
    Aber warum nur ich nicht.

    Ich kenne auch einen Spruch: "Die schlechtesten Früchte sind es nicht, woran die Wespen nagen."
  • ł@ Wat.
    Hey, kein Problem! Deine Gesundheit ist wichtiger!! (Hier gehen ja jetzt notgedrungen einige Sachen, die auch per Email "verhandelt" werden, durcheinander.)

    Lass du dich mal nicht unter Druck setzen!
    Alles Gute
    Robert
  • @Robert: Gestatten bitte, daß ich nicht immer spontan reagiere. Daß ich oft erst etwas Ruhe brauche, um wichtige Entscheidungen klar treffen zu können.
    Warum ich sie brauche?
    Daß ich in der Spontanität nicht versehentlich überreagiere... und heute steht auf meinem Mitnahmezettel nach einer ärztlichen Untersuchung doch tatsächlich außer dem üblichen "Kein Auto fahren" auch "Heute keine wichtigen Entscheidungen treffen" ;)
    ... das ist keine Satire.
  • Wie es scheint, darf ich hier nicht einmal mehr einen eigenen Blockeintrag machen? Also dann ein satirisch gemeinter Vorschlag für den Kopf des Marxforums:

    "Der Kapitalismus hat es soweit gebracht, dass wir uns die Produktivkräfte nicht in ihrer Totalität, sondern in ihrer Begrenztheit aneignen müssen, soweit es der Überschaubarkeit in einer einzelnen Kommune und ihrer Selbstversorgung nicht widerspricht.“

    Du brauchst hier nichts mitzubringen als einen akzeptierten Nick-Namen, die Offenheit für Utopien und die Verachtung aktueller linker Bewegung, die sich nicht mit den aktuellen Interessen der Mehrheit der Lohnabhängigen deckt."

    Auch Satire ist eine legitime und notwendige Form der Literatur. Auch unter radikalen Linken! oder nicht?

    Robert
  • Hallo Wal,
    das Problem ist: das Forum ist geschlossen! Wenn du jetzt hier im Block solche netten Sprüche stellst, frag ich mich, was willst du uns damit sagen? Hat das einen Bezug zu dem geschlossenen Forum? Ist das dein Kommentar zur Schließung? Verkehrt ist also daran gar nichts! Aber es ist kein Ersatz für eine öffentliche Diskussion über die Schließung des Forums. Wenn ich den Eindruck hätte, du würdest sie nicht reinstellen, als Kommentar der Schließung, würde ich nichts dazu sagen, außer das ich sie schön finde.

    Viele Grüße
    Robert
  • Hallo Robert,
    was ist daran verkehrt, wenn jeder, der hier liest, das unterschiedlich interpretiert?
    Schlecht wäre nur, wenn jemand zu keiner Interpretation käme, also gar nichts damit anfangen kann.

    Gruß Wal
  • Hallo Wal,
    bist du der Meinung, dass das selbsterklärend ist? Was soll uns das sagen? Was soll uns dein schönes chinesisches Sprichwort über die dicken Eisschichten sagen? Du wirst vielleicht verstehen, dass wir alle, die hier lesen, das sehr unterschiedlich interpretieren. "Der Kuckuck" übertönt die Signale der Polizeisirenen in der ganzen Stadt ... wenn nicht gerade mal in Istanbul oder Frankfurt sich andere Geräusche einmischen ... in Istanbul lauter und zahlreicher als in Frankfurt.

    Grüße
    Robert