Deutschland unter Wasser

  • Es ist fast eine Erholung, dass gegenwärtig Nachrichtensendungen mit Wasserstandsmeldungen statt mit Politikergeschwätz gefüllt werden.
    Statt dessen laufen die Politiker in Gummistiefeln durchs Bild, machen kummervolle Gesichter und versprechen "großzügig" mal 100 Millionen Euro Staatshilfe. Nur zum Vergleich: Die letzte "Jahrhundertflut" brachte Schäden von 13 Milliarden Euro.


    Die Journalisten kommen zwar bei den Jahrhunderten etwas ins Stottern, machen aber aus der schon zweiten "Jahrhundertflut" eine große „Wir-Veranstaltung“: „Wir Deutsche müssen leiden“. „Wir Deutsche“ helfen uns gegenseitig usw.
    Tatsächlich verschwindet die Klassenteilung unserer Gesellschaft auch nicht durch Hochwasser.
    Betroffen vom Hochwasser sind vor allem Kleinbesitzer und kleine Gewerbetreibende, die kaum eine andere Wahl hatten, als auf flutgefährdetem und daher billigem Baugrund Eigentum zu erwerben, zu pachten oder zu bewirtschaften.
    Lohnarbeiter, die zur Miete wohnen, sind von der Flut nur ausnahmsweise betroffen. Noch weniger hört man davon, dass die Villen und die Fabrikgelände von Kapitalisten betroffen wären. Das Überschwemmungsrisiko ist nämlich überall in Deutschland gut dokumentiert. Wer genug Bares hat, setzt seinem Eigentum kein solches Risiko aus.


    Gruß Wal

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