Wo ist da Genuss?

  • Hi Rainer,
    etwas enttäuscht bin ich von Deinem Durchritt durch die Bachtage.
    Eine Antwort, wo und warum barocke Musik für uns Genuss sein kann, habe ich da nicht gefunden.
    Meine unmaßgebliche Erfahrung mit Bach und anderen barocken Kirchenmusikern ist:
    Instrumentale Musik dieser Zeit wirkt bei mir wie Ayurveda –
    Orgelmusik erreicht schnell eine Schmerzgrenze, weil sich bei gewissen Klängen Assoziationen an Kirmesorgeln untermischen -
    und wenn barock gesungen wird, schalte ich sofort den Ton ab.
    Es gibt davon wenige Ausnahmen wie das Halleluja von Händel, das ich in früheren Zeiten selbst im Chor mitgesungen hatte, und das mir immer noch Gänsehaut macht.


    Ich glaube, für Bach waren Worte und Text nicht wichtig, die waren von seinem Brötchengeber, der Kirche, vorgegeben. Aber Heinrich Schütz?
    Und können wir heute noch einen musikalisch begleiteten Text genießen, der als „Ach Herr, mich armen Sünder“ daherkommt?
    Ich kann es nicht. Bei mir sträuben sich da die Nackenhaare.
    Gruß Wal

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