Karl Marx zum tausendsten Mal widerlegt

  • Die FAZ vermeldet: "Die Finanzkrise untermauert die Schwächen der Marx'schen Kapitalismusanalyse. Unter anderem unterschätzte Marx die Rolle der Politik. Ein Gastbeitrag von Malte Faber und Thomas Petersen."
    Guckst du hier: http://blogs.faz.net/fazit/201…aertige-finanzkrise-2734/


    Ich denke, je mehr Leute Marx widerlegen wollen, desto mehr Aufmerksamkeit lenken sie auf den alten Herrn. Das ist gut so.


    Ich wage mich jedenfalls nicht an eine "Widerlegung der Widerlegung". Ich glaube, die Bekämpfung falscher Ansichten ist eine Sisyphus-Arbeit, die nie zu Ende kommt und die die eigenen Kräfte immer übersteigt.
    Die zeitweiligen Erschöpfungszustände von Robert Schlosser sehe ich als Folge dessen, dass er sich immer neue politische Gegner sucht und widerlegen muss. Das jedenfalls ist das Bild, das seine gesammelten Texte in der Schlosserwerkstatt vermitteln.


    Ich sehe meine Aufgabe weniger darin, falsche Ansichten zu bekämpfen, als vielmehr richtige neue Ansichten zu entwickeln und zu verbreiten.
    Das macht erstens mehr Spaß, als politische Gegner niederzuringen, denen immer neue Hydra-Köpfe nachwachsen, und zweitens kommt man mit dieser Aufgabenstellung auch irgendwann an ein zufriedenes Ende: Man hat gesagt, was man sagen konnte. Mehr geht nicht und dann kehrt Ruhe ein,
    meint Wal

Share

Comments 1

  • Hallo Wal,

    das ist wohl wahr, dieses "Bekämpfen" führt auch oft nur dazu, dass die Gegenseite "ihre Reihen noch fester schließt".

    Mir fällt gerade eine Analogie dazu ein. Dies stammt aus den Bereichen Pädagogik/Psychologie, dass es besser ist, jemanden über seine Stärken zu unterstützen, statt seine Schwächen zu bekämpfen. Das erste gibt ihm die Kraft, an seinen Schwächen zu arbeiten, das zweite führt zu einem miserablen Selbstwertgefühl, das dann sogar seine Stärken sabotiert. Leider halten sich die meisten Pädagogen/Psycholognr noch nicht mal an ihre eigene Lehre.

    cu
    renée