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Das würde ich glatt etwas anders sehen..

verfasst von Zasti(R), 27.01.2010, 21:22
(editiert von Zasti, 27.01.2010, 21:23)

Hallo Wal,

» ich hatte den Artikel mit Interesse gelesen, hätte ihm aber nicht die Ehre
» erwiesen, im Marx-Forum dokumentiert zu werden.
» Den Kapitalismus dann zu kritisieren, wenn Arbeitsplätze verloren gehen,
» ist eine recht oberflächliche Kritik.
» Die Kritik ist oberflächlich, weil jeder Kapitalist, der im Ort A eine
» neue Fabrik mit vielen Arbeitsplätzen eröffnet, damit in den Orten B, C
» und D bestehende Arbeitsplätze gefährdet, die vielleicht nicht so modern
» und profitabel sind. Jeder neue kapitalistische Arbeitsplatz gefährdet
» durch die kapitalistische Konkurrenz bestehende, alte Arbeitsplätze. Durch
» (fast) jeden neuen Arbeitsplatz werden bestehende Arbeitsplätze gefährdet
» oder vernichtet.

Ich fand an dem Artikel erwähnens.- und dokumentationswert, daß hier mal
eine Übersicht über die bisher durch diese derzeitige kap. Krise verur-
sachten Verwerfungen mal im internationalen Maßstab darstellt. Das fand ich durchaus interessant und lesenswert.

» Die Kritik ist weiterhin oberflächlich, weil sie die Qualen, die
» Fremdbestimmtheit, und die Ausbeutung, ohne die es keinen einzigen
» kapitalistischen Arbeitsplatz gibt, verharmlost und beschönigt.
» Es wird so getan, als sei eine Gesellschaft prima, in der zwar alle Arbeit
» haben, aber die einen damit reich werden und alle Entscheidungen treffen
» und die anderen arm bleiben und nichts zu melden haben.

Dem würde ich teils widersprechen wollen. Gerade der letzte Absatz des Artikels geht darauf gut ein, so finde ich. Zieht dieser doch Personenkreise und Landstriche in das Blickfeld, von welchem sonst nur selten die Rede ist.

**** Zitat FTD ****

"Die globale Arbeitslosenquoten für 2009 wurde mit 6,6 Prozent angegeben. Hinzu kommen dem Bericht zufolge mehr als 600 Millionen Arbeiter, deren Tagesverdienst weniger als 1,25 $ beträgt. Weitere 200 Millionen. liegen mit ihrem Einkommen nur knapp über dieser internationalen Armutsgrenze.
Bedenklich sei ferner eine permanente Verschlechterung der Arbeitsbedingungen - besonders in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara."


********************

Was hier stark untertrieben ist, ist der Satz, welcher mit "Bedenklich" beginnt. Da muss ich Dir rechtgeben. Bedenklich ist dafür kein Ausdruck.
Ich hätte den Satz mit "unannehmbar" oder "absolut nicht hinnehmbar" begon-
nen.

Ich sehe das als eine Erweiterung der Erkenntnis (auch) von Herrn Dr. Jahnke
über die wachsende weltweite Ablehnung des kapitalistischen Systems.
Das wird, so denke ich, dazu beitragen, diesen Trend weiter auszubauen.

Gruß

Zasti

 

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