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Die Sache hat einen Haken ...

verfasst von Wal Buchenberg(R), 27.01.2010, 19:55

» Hallo allerseits,
»
» in der heutigen Online-Ausgabe der FTD las ich den folgenden Artikel über
» den Anstig der weltweiten Arbeitslosigkeit im Laufe der
» Weltwirtschaftskrise.
» Ein ernüchternder, aber lesenwerter Beitrag, wie ich finde. Vor allem geht
» daraus hervor, welche miserablen Zustände der Kapitalismus auf der Welt
» verbreitet.
»
» "Die Internationale Arbeitsorganisation berichtet von dem höchstens
» Stand der Erwerbslosen seit 1991. [...]"
»
» Quelle
»
» Gruß
»
» Zasti

Hallo Zasti,
ich hatte den Artikel mit Interesse gelesen, hätte ihm aber nicht die Ehre erwiesen, im Marx-Forum dokumentiert zu werden.
Den Kapitalismus dann zu kritisieren, wenn Arbeitsplätze verloren gehen, ist eine recht oberflächliche Kritik.
Die Kritik ist oberflächlich, weil jeder Kapitalist, der im Ort A eine neue Fabrik mit vielen Arbeitsplätzen eröffnet, damit in den Orten B, C und D bestehende Arbeitsplätze gefährdet, die vielleicht nicht so modern und profitabel sind. Jeder neue kapitalistische Arbeitsplatz gefährdet durch die kapitalistische Konkurrenz bestehende, alte Arbeitsplätze. Durch (fast) jeden neuen Arbeitsplatz werden bestehende Arbeitsplätze gefährdet oder vernichtet.

Die Kritik ist weiterhin oberflächlich, weil sie die Qualen, die Fremdbestimmtheit, und die Ausbeutung, ohne die es keinen einzigen kapitalistischen Arbeitsplatz gibt, verharmlost und beschönigt.
Es wird so getan, als sei eine Gesellschaft prima, in der zwar alle Arbeit haben, aber die einen damit reich werden und alle Entscheidungen treffen und die anderen arm bleiben und nichts zu melden haben.

Gruß Wal

 

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