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Sozialleistungen und Rassismus

verfasst von Jens(R), 26.01.2010, 18:27

» »
» » Hallo
» » Ergänzend hierzu, würde ich noch die Gruppe von Immigranten
» hinzurechnen,
» » die überwiegend Empfänger von Sozialleistungen sind und damit zur
» » Zielscheibe von diversen Diffamierungen werden.
» » Unabhängig davon, welche Gruppe von Immigranten genannt wird, haben sie
» » gemeinsam, als ursächliches Problem benannt zu werden. Wie so oft,
» werden
» » die jeweiligen Verhältnisse als gegeben vorrausgesetzt und
» » Schuldzuweisungen damit an Personen oder Personengruppen
» weitergereicht.
» » Das trifft auch für Einheimische zu. (Siehe Schikanierungen und
» » Diffamierungen von Empfängern von ALG 2)
» » Gruß Jens
» »
» Politische
» Ökonomie der Ausländerfeindlichkeit
»
» Hallo Jens,
» ja, Sozialleistungen spielen in der Diskussion um Ausländerfeindlichkeit
» eine Rolle. Und auch hier werden strukturelle Probleme personalisiert und
» diese Personen zu Sündenböcken gestempelt.
» Aber ich denke, auch bei den Sozialleistungen gibt es einen "sozialen
» Herd" der Ausländerfeindlichkeit.
» Ich weiß jetzt nicht, ob alle Ausländer/Immigranten mehr/häufiger
» Sozialleistungen beziehen als alle "Alteingesessenen" - ich vermute mal
» eher nicht.
» Wie dem auch sei, ich glaube nicht, dass ein Sozialleistungsempfänger dem
» anderen die Sozialleistungen neidet. Jeder, der Sozialleistungen kriegt,
» weiß, wie wenig das ist. Und kein HartzIVer kann einen Cent mehr Stütze
» erwarten, falls andere weniger bekommen.
» Vielleicht mag sich der eine oder andere das einbilden. Aber nicht
» Einbildung ist der Boden, aus dem Rassismus wächst, sondern tatsächliche
» materielle Nachteile, die einem bestimmten Personenkreis angelastet
» werden.


Hallo Wal,
es kursieren manchmal Gerüchte, daß bei der Bereitstellung von Sach-und Geldleistungen für Immigranten (z.B. sogenannte Rußlanddeutsche) manche Ämter großzügiger Entscheiden als bei Einheimischen. Was natürlich zu beweisen wäre.

» Für wen die Höhe der ausgezahlten Sozialleistungen aber eine eminent
» wichtige Frage ist, ist für die Kommunen und die Kommunalpolitiker. Deren
» finanzieller Spielraum wird durch vermehrte Sozialleistungsempfänger
» eingeschränkt. Das ärgert sie, dann können sie ihre eigene politische
» Klientel (und sich!) weniger bedienen.
» Ich denke, das ist auch der Grund, warum alle Neu-Immigranten von Staats
» wegen breitflächig in der Bundesrepublik verteilt werden, und sich niemand
» die Stadt in Deutschland aussuchen kann, in der er leben will.
» Kurz: Sozialleistungsempfänger dienen vor allem als Vorwand für Rassismus
» bei den (kommunalen) Staatsdienern.
»
» Ich sehe bei den Staatsdienern den harten Kern des Rassismus - mehr noch
» als bei den traditionellen Kleinbürgern.
» Das äußert sich weniger in rassistischen Bemerkungen (außer vielleicht bei
» den Herren Sarrazin und Koch), sondern in der rassistischen
» Gesetzesgrundlage, dass "Deutschtum" eine Sache des Blutes und der
» Vererbung ist

Es ist schon bemerkenswert, das so unverhohlener Rassismus immer noch in Gesetzestexten steht. Ich hätte damit gerechnet, das solche Passagen mittlerweile entfernt sind. Die sogenannte "Globalisierung" müßte da doch langsam Spuren hinterlassen. Viele Betriebe dulden längst keine offenen Anfeindungen ihrer ausländischen Mitarbeiter mehr. Möglicherweise ist die Unterscheidung zwischen nützlichen Ausländern und "sozialschmarotzenden" Immigranten immer noch groß genug, das es für solche Dumpfheit reicht.
Gruß Jens


» Daraus folgt dann ein Gestrüpp von diskriminierenden
» Verordnungen und Gesetzen, die die besondere Gruppe der "Ausländer" erst
» schaffen und für soziales Mobbing bloßstellen.
»
» Gruß Wal

 

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