Tarifabschluss im ÖD

  • Wie bisher bekannt wurde, so sollen die Entgelttarife der Lohnarbeiter beim Bund und in den Kommunen ab 1. März um „durchschnittlich“ 3,19 Prozent, ab 1. April 2019 um 3,09 und im Jahr 2020 um 1,06 Prozent steigen. Das macht insgesamt eine Erhöhung von 7,34 Prozent für 30 Monate. Aufs Jahr gerechnet macht das eine jährliche Lohnerhöhung von unter 3 Prozent.

    Von den 200 Euro mindestens, die Armut in den unteren Lohngruppen gemindert hätte, ist keine Rede mehr. Das ist sehr bedauerlich. Bedauerlich ist auch, dass die sehr lange Laufzeit des Tarifvertrags mit jährlich sinkenden Erhöhungen verschenkt worden ist.

    Herr Bsirske sieht es als Erfolg, dass "über die Laufzeit" keiner weniger als 175 Euro mehr in der Tasche hätte. Er rechnet das Ergebnis schön. 175 Euro über 30 Monate macht aufs Jahr gesehen eine magere Erhöhung von nur 70 Euro in den unteren Lohngruppen.


    Es heißt, dass die vereinbarte Entgelterhöhung für die kommunalen Haushalte ein Volumen von 6,5 Mrd Euro hat. Würde jeder, der gut zwei Millionen kommunalen Lohnarbeiter aus diesem Topf die gleiche Erhöhung als Festbetrag erhalten, dann hätte jeder von ihnen 270 Euro monatlich mehr.

    Damit wären den Niedriglöhnern wirklich geholfen, aber auch die besser bezahlten Lohnarbeiter könnten damit zufrieden sein.

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