Fußballer sind Zirkuspferde

    • Fußballer sind Zirkuspferde

      Dass die Spieler von Borussia Dortmund einen Tag nach einem Versuch sie alle umzubringen, wieder auf den Platz mussten, kommentierte der Abwehrspieler Sokratis mit den Worten: "Wir wurden wie Tiere behandelt und nicht wie Menschen." Richtig gesagt.
      Und auch der BVB-Trainer beschwerte sich: Sie seien behandelt worden, „als wäre eine Bierdose an unseren Bus geflogen“. Musste denn auch der durch ein Knalltrauma verletzte Polizist am nächsten Tag zur Arbeit erscheinen?

      Man kann sich fragen, ob Fußballer nicht jeden Tag wie Tiere – nämlich wie teure Zirkuspferde behandelt werden.
      Fußballer sind eine Ware, mehr noch als jeder von uns. Sie können nicht einmal ihren Arbeitgeber frei wählen. Die BVB-Führung hatte weder den Trainer noch einen Spieler gefragt, als sie mit der Uefa den kurfristigen Spieltermin ansetzten.

      Das haben Fußballer mit allen anderen Lohnabhängigen gemein: Sie entscheiden nicht selbst, wann sie arbeiten, sie entscheiden nicht selbst, wo sie arbeiten. Sie entscheiden nicht selbst, was sie arbeiten. Fußballer haben nicht einmal eine Gewerkschaft.

      Nebenbei: Was einem Lohnarbeiter angetan wird, wird allen Lohnabhängigen angetan. Solidarität unter Lohnarbeitern ist keine Einbahnstraße von den Besserverdienenden zu den Billiglöhnern und Arbeitslosen. Genau so notwendig ist die Solidarität der Arbeitslosen und Niedriglöhner mit den Besserverdienenden.


      Gruß Wal
      Glücklich, wer sich vom Feuer der Jugend die Glut noch bewahrt.