Transformationsproblem

  • 1) Für meine Begriffe lohnt sich ein Weiterbedenken des Transformationsproblems, insofern seine unzureichende Lösung einer der Gründe für die Marginalisierung des "Kapitals" in der Diskussion der scientific community ist. Symptomatisch dafür ist die despektierliche Bemerkung Samuelsons, der zufolge die Transformation von Werten in Produktionspreise darin bestehe, zunächst die Produktionspreise in Wertform zu notieren, diese dann auszuradieren, um sie zuguterletzt durch die Preisform zu ersetzen.
    2) Mich beschäftigt die Frage, ob das Transformationsproblem, welches nur unter Aufgabe eines der von Marx postulierten beiden Invarianzen "Preissumme = Wertsumme" sowie "Profitsumme = Mehrwertsumme" lösbar ist, nicht den im "Kapital" eingeschlagenen methodischen Weg vom Abstrakten, dem Arbeits-Wert, zum Konkreten, dem Produktionspreis, d.h. aber der Zurückführung des Letzteren als der Erscheinung auf den Ersteren als dessen Wesen obsolet macht. Anders gefragt: Welche alternativen Begründungsstrategien gibt es für die marx'sche Arbeits-wertlehre?
    3) Da gibt es u.a. die historische Begründungsstrategie, derzufolge in einem Stadium mit eingeschränkter Kapitalmobilität (etwa im Merkantilismus mit den politisch protegierten Handelsgesellschaften und den zum Zweck der Erzielung eines Exportüberschusses vom absoluten Monarchen geförderten Manufakturen) die Wertrechnung auch auf der Erscheinungsebene zu finden war.
    Dennoch erledigt sich damit für mich nicht die Frage: Wie genau kann sich das Wertgesetz (die Zuteilung aliquoter Teile des Gesamtprodukts gemäß dem in der Preisform einer erworbenen Ware erscheinenden Teil vergegenständlichter gesellschaftlicher Gesamtarbeitszeit) hinter dem Rücken der Akteure durchsetzen, wenn die Daten ihrer Transaktionen, die Produktionspreise systematisch von den Werten abweichen? Was lässt sich dem Redundanzargument entgegenhalten?
    4) Kennt sich jemand genauer aus mit Argumenten gegen die Lösungen des Transformationsproblems ala Bortkiewicz, Seton, insoweit beide auf der Annahme eines für den Kreislauf der Reproduktion notwendigen Gleichgewichts beruhen, welches in den Kreislauf-Gleichungen ihrer Modelle explizit wird. Welche auf dynamische Ungleichgewichte, d.h. auf ein systemimmanentes Verfehlen der Transformation von Werten in Produktionspreise rekurrierenden Argumente sind denkbar? Ich persönlich denke dabei an zwei permanent sich vollziehende gegenläufige Bewegungen 1) an die firmen- bzw. branchenspezifische Erhöhung der organischen Zusammensetzung des Kapitals durch "entrepreneurs", auf Grund des permanent wirkenden Anreizes zu Extraprofiten und damit an die Diversifizierung der organischen Zusammensetzung innerhalb einer Branche, aber auch zwischen den Branchen, 2) an den dadurch wiederum bewirkten Anreiz nach branchenbezogener bzw. branchenübergreifender Implementierung einer branchenspezifischen Prozessinnovation bzw. branchenunspezifischen Basistechnologie und damit an die Angleichung auch der branchenspezifischen Kapitalintensitäten untereinander. Diversifizierung wirft das Transformationsproblem auf, Angleichung wiederum lässt es verschwinden. Kann man die Transformation also nur als unablässig konterkarierte Tendenz, ncht jedoch als jemals eintreffendes Resultat deuten? Keynes setzt an die Stelle des Gleichgewichtsbegriffs den des sich permanent verschiebenden Gleichgewichts. Ist dieser auch zur Lösung des Transformationsproblems hilfreich? Schumpeter begründet die Einführung des Gleichgewichtsgedankens und damit der statischen und komparativ-statischen Analyse mit der Notwendigkeit der Vereinfachung einer überkomplexen Fülle ökonomischer Daten. Er räumt ein, dem Sein nach sei die Dynamik primär, nur der Erkenntnis nach die Statik.
    5) Ist die Arbeitswertlehre - eine weitere Begründungsstrategie? - unverzichtbar zum Verständnis der kapitalistischen, insbesondere Prozessinnovationen betreffenden Dynamik als Einsparung gesellschaftlich notwendiger Arbeitszeit zur Erzeugung ein und desselben Quantums einer Ware?
    VON RADUKZW

  • 1) Mich beschäftigt die Frage, ob das Transformationsproblem, welches nur unter aufgabe eines der von Marx postulierten beiden Invarianzpostulate "Preissumme = Wertsumme" oder "Profitsumme = Mehrwertsumme" lösbar ist, nicht den im "Kapital" eingeschlagenen methodischen Weg vom Abstrakten, dem Arbeits-Wert, zum Konkreten, dem Produktionspreis, d.h. aber der Zurückführung des Letzteren als der Erscheinung auf den Ersteren als dessen Wesen obsolet macht. Anders gefragt: Welche alternativen Begründungsstrategien gibt es für die marx'sche Arbeits-wertlehre?
    2) Kennt sich jemand genauer aus mit den Argumente gegen die Lösungen des Transformationsproblems (Bortkiewicz, Seton), die beide auf der Annahme eines für den Kreislauf der Reproduktion notwendigen Gleichgewichts beruhen, welche in den Kreislauf-Gleichungen explizit wird. Welche auf dynamische Ungleichgewichte rekurrierenden, d.h. auf ein systemimmanentes Verfehlen der Transformation von Werten in Produktionspreise sind denkbar? Ich denke dabei an zwei permanent sich vollziehende gegenläufige Bewegungen 1) an die Erhöhung der organischen Zusammensetzung des Kapitals durch "entrepreneurs", auf Grund des permanent wirkenden Anreizes zu Extraprofiten und damit an die Diversifizierung der organischen Zusammensetzungen innerhalb einer Branche, aber auch zwischen den Branchen, 2) an den dadurch wiederum bewirkten Anreiz nach branchenbezogener bzw. branchenübergreifender Implementierung einer branchenspezifischen Prozessinnovation bzw. Basistechnologie und damit an die Angleichung der Kapitalintensität. Diversifizierung wirft das Transformationsproblem auf, Angleichung wiederum lässt es verschwinden.
    VON RADUKZW

    Hallo radukzw,


    ich kenne dein "Transformationsproblem" nicht, aber ich weiß, bei Karl Marx gibt es das nicht.
    Und dass die beiden von dir vorgebrachten Gleichungen "Preissumme = Wertsumme" und "Profitsumme = Mehrwertsumme" "von "Karl Marx postuliert" seien, ist eine dreiste (oder dumme) Unterstellung.


    Gruß Wal Buchenberg

  • @radukzw


    Warum sollen denn Werte unbedingt in konkrete Produktionspreise transformiert werden, wo Marx doch darauf hinweist, dass Werte und Preise nur in den seltensten Fällen übereinstimmen können, weil sich die Preise in der Sphäre der Zirkulation und die Werte in der Sphäre der Produktion bilden. Deshalb scheint mir das Transformationsproblem entweder dummdreist oder die vergebliche Müh' zwei widersprüchliche Systeme unter einen Hut zu kriegen. Das hat Samuelson im Gegensatz zu dir wenigstens kapiert und dabei kann man es auch belassen. Die Arbeitswerttheorie (AWT) hat mit der „scientific community“ heute sowenig gemein wie Marx mit den Ökonomen seiner Zeit.


    Die Arbeitswerttheorie erklärt, dass die geschichtliche Periode der kapitalistischen Reproduktion das gesellschaftliche Verhältnis der Menschen über die abstrakte Arbeit, die den Wert bestimmt, vermittelt ist und der Zweck dieser Produktionsweise nicht darin besteht, nützliche Güter für die Menschen herzustellen sondern darin, den abstrakten Reichtum zu vermehren. Die Konsequenz ist, dass diese Art der Reproduktion die Quellen des Reichtums, den Menschen und die Natur, schädigt und zerstört.


    Die „scientific community“ der Ökonomen glaubt hingegen, dass über den Umweg der abstrakten Reichtumsvermehrung die Menschen mit nützlichen Gütern versehen würden, während die dabei entstehende Schädigung und Zerstörung von Mensch und Natur als Problem in anderen (wissenschaftlichen) Bereichen behandelt (allerdings nie gelöst) wird. Die Ökonomen bilden sich ein, durch Aggregation und Quantifizierung von ökonomischen Erscheinungen (Nachfrage, Angebot, Konsum, Volkseinkommen ...) kombiniert mit monetaristischer oder keynesianischer Interpretation von deren Zusammenwirken eine Handhabe für eine am Ideal des gleichgewichtigen Wachstums gemessen Steuerung der Reproduktion hinzubekommen. Vom Standpunkt der AWT kann das nur als Unsinn eingeschätzt werden, denn eine Reproduktion, die von abstrakten Zwecken (Geldvermehrung) und abstrakten Vorgängen (Wertgesetz) bestimmt ist, lässt sich nicht lenken und erst Recht nicht hin zum Vorteil des einzelnen Individuums, das so einer Produktionsweise unterworfen und ihr ausgeliefert ist.


    Wenn Marx im 3. Band konkret den Preis, den Mehrwert und den Profit entwickelt, dann den Fall der Profitrate aus dem Anwachsen der organischen Zusammensetzung erklärt, um daraus zu schließen, dass kapitalistische Reproduktion immer aufs Neue in Krisen mündet, dann geschieht das immer unter der Bedingung der im ersten Band gemachten Erkenntnisse. Widersprüche wie sie Böhm-Bawerk oder die Transformationstheoretiker entdeckt haben wollen, messen die AWT im Sinne einer ökonomischen Theorie an den quantifizierbaren ökonomischen Ansprüchen ihrer eigenen Theorie. Aber die AWT ist keine ökonomische Theorie, die neue oder revolutionäre theoretische Erkenntnisse für die Verbesserung oder Revision der kapitalistischen Reproduktion liefert, sie ist schlicht nur die theoretische Grundlage für die Kritik an der kapitalistischen Reproduktion. Das haben, nebenbei, auch die Werttheoretiker falsch verstanden, die im Gesetz vom tendenziellen Fall der Profitrate einen der kapitalistischen Reproduktion quasi innewohnenden Mechanismus zur Selbstzerstörung mit finaler Krise entdeckt haben wollen.


    Bevor du dich mit Begründungsstrategien der AWT herum quälst, empfehle ich dir, erst einmal den 1. Band des „Kapitals“ gründlich zu studieren und zu verstehen. D a s lohnt sich und nicht das Transformationssproblem weiter zu denken.

  • Einiges zu den Wirren um das „Transformationsproblem“ beigetragen hat vielleicht die im englischen Sprachraum geschehene Verwandlung des Marxschen Ausdrucks „Verwandlung“ in „transformation“ -- Kapital III, 9. Kapitel: „Bildung einer allgemeinen Profitrate (Durchschnittsprofitrate) und Verwandlung der Warenwerte in Produktionspreise“. Als ob es um die Umformung einer Sache (z.B. einer menschlichen Figur aus Knetgummi) in etwas von im Grunde derselben Art (z.B. in eine tierische Figur aus Knetgummi) geht.

  • Hallo Sensenfrau,
    schön, mal wieder von dir zu hören!


    Dein Hinweis auf das Übersetzungsproblem ist eine interessante Fußnote zum „Transformationsproblem“, aber ich denke nicht, dass das Problem von einer mangelhaften Übersetzung herrührt.
    Karl Marx beginnt ja seine Kapitalkritik mit der Analyse der Ware.
    "Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine ‚ungeheure Warensammlung‘, die einzelne Ware als seine Elementarform. Unsere Untersuchung beginnt daher mit der Analyse der Ware.“ K. Marx, Kapital I, MEW 23, 49.
    Dass kapitalistisch produzierte Waren Preise haben, ist Marx nicht entgangen.


    Seine Kritik der Waren (und auch der Preise) mündet in die Erkenntnis, dass alle Preise sich in Werte auflösen lassen, und dass Wert nichts anderes ist als „Vergegenständlichung von abstrakt menschlicher Arbeit“, von „menschlicher Arbeit überhaupt“. (Kapital I, MEW 23, 53 u.65.)
    Soweit ist der Marxsche Gedankengang ganz einfach und nachvollziehbar und unterscheidet sich nicht von den Ansichten von A. Smith und Ricardo.


    Dass sich anschließend herausstellt, dass die Lasten und der Nutzen der menschlichen Arbeit gesellschaftlich so verteilt sind, dass die große Mehrheit mit der menschlichen Arbeit ihre Last und liebe Not hat, und dass eine von Arbeit befreite Minderheit den (Haupt)Nutzen der menschlichen Arbeit einstreicht, dass sich also der Arbeitstag der wirklichen Produzenten in bezahlte und in unbezahlte Arbeit aufteilt, das sind Erkenntnisse, die über Smith und Ricardo hinausgehen, auch wenn sie ganz logisch aus ihren Ansichten folgen. Die Beseitigung unbezahlter Arbeit, also die Abschaffung von Ausbeutung, ist der zentrale und revolutionäre Kern der Marxschen Kapitalkritik:
    Die klassenlose Gesellschaft ist eine Gesellschaft „von Individuen, die vereint sind auf der Grundlage der gemeinsamen Aneignung und Kontrolle der Produktionsmittel. (Letztere Vereinigung ist nichts Willkürliches: sie setzt die Entwicklung materieller und geistiger Bedingungen voraus ...).“ K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, 77.
    „Einmal die Arbeit emanzipiert, so wird jeder Mensch ein Arbeiter, und produktive Arbeit hört auf, eine Klasseneigenschaft zu sein.“ K. Marx, Bürgerkrieg in Frankreich, MEW 17, 342.


    Woher also das „Transformationsproblem“?
    Ich denke, das „Transformationsproblem“ hat drei Wurzeln:


    1. Sind da die „reinen Wissenschaftler“, die behaupten: Was ich nicht berechnen kann, das existiert nicht!
    Sie unterstellen, dass zwischen der Preisoberfläche und der Werttiefe der Waren mechanische Verbindungen bestehen müssen, gleichsam Zahnräder und Hebel, so dass eine Veränderung der einen Ebene eine exakt berechenbare Veränderung der anderen Ebene verursacht.
    Nun ging Marx zwar von der Preisebene aus, um die Wertebene zu aufzudecken, aber er ging nie von bestimmten Preisen aus, um zu bestimmten Wertgrößen zu kommen. Die Verhältnisse von Preis und Wert sind nicht einfach mechanisch bestimmt.
    Das kann man Marx zum Vorwurf machen, dann muss man auch die Quantenphysik dem Einstein zum Vorwurf machen.


    2. Sind da die kapitalistischen Nutzanwender.
    Sie suchen nach einer kapitalistischen Nutzanwendung der Marxschen Theorie und finden keine. Die Marxsche Kapitalkritik ist nicht betriebswirtschaftlich zum Beispiel für die „korrekte“ Preisfindung anwendbar. Was für diese Nutzanwender keinen betriebswirtschaftlichen Nutzen hat, hat in ihren Augen überhaupt keinen Nutzen.


    3. Sind da die sozialistischen Nutzanwender a la Paul Cockshott und DDR.
    Diese Leute suchen nach einer sozialistischen Nutzanwendung der Marxschen Theorie und müssen eben dafür einen mechanischen Zusammenhang zwischen Werten und Preisen unterstellen, damit sie sich bei ihrer willkürlichen Preisbestimmung für Produkte zentralwirtschaftlich gesteuerter Produktion auf die Theorie von Karl Marx berufen können, und damit ihren bürokratischen Willkürentscheidungen ein wissenschaftliches Mäntelchen umhängen können.
    Daraus entsteht dann eine Diskussion auf zwei Ebenen:
    Erstens eine verstohlene "Diskussion" zwischen Nutzanwender 2) und Nutzanwender 3), die voneinander abschreiben ("von einander lernen") wollen.
    Zweitens eine offene „Diskussion“ zwischen den „reinen Wissenschaftlern“ und den sozialistischen Nutzanwendern von Karl Marx. Bei dieser Diskussion zwischen 1) und 3) müssen notwendig die sozialistischen Nutzanwender immer den Kürzeren ziehen, was sie aber nicht anficht, weil sie ja auf der „richtigen Seite der Geschichte“ stehen und weil Marx nicht irren kann. :D


    Soweit mein Senf zum „Transformationsproblem“


    Gruß Wal

  • Kleine Anmerkung: Paul Cockshott und Allin Cottrell gehen ja davon aus, dass die Zentralverwaltungswirtschaft im Kern an mangelnder Datenerfassung (Computer) gescheitert sei (und ähneln dabei den Ausführungen des Äquivalenz-Ökonomen und Chavez-Beraters Heinz Dieterich). Obendrein fordern sie ein arbeitszeitgebundenes Entgelt und versuchen dann zu begründen weshalb Marx' Kritik an der Arbeitszettelwirtschaft ihr Modell nicht berührt. Als vorbildlich ziehen sie die Pläne der chilenischen Regierung unter Salvador Allende zur Umsetzung einer kybernetischen, PC- und rechenzentrum-gestützten Planung heran.

  • ich habe oben genau darauf hingewiesen: Dass diese "sozialistischen Nutzanwender" die Kapital- und Wertkritik von Karl Marx für ihren bürokratischen Sozialismus missbrauchen wollen.
    Das funktioniert auch mit Millionen Computern nicht, weil es keine direkte/mechanische Relation Arbeitsleistung/Wert - Preis/Bezahlung gibt.


    Gruß Wal

  • Ja, ich wollte damit nur bestätigen, dass ich derlei Modelle für unbrauchbar halte und als bald DDR 2.0-Verhältnisse an der Tagesordnung wären.


    PS: Könntest du bitte den Volksentscheid-Thread wieder öffnen? Über den Stellenwert von Polemik sind wir scheinbar anderer Ansicht, aber sei's drum. Ich wollte jedenfalls meine Eigenansicht zu Gallow-Bergmanns Thesen nachliefern. Von mir aus nenn den Themenstrang in "Volksentscheide?" um. Wäre jedenfalls nett.

  • Michael Roberts hat in seinem Blog (auf Englisch) eine gute Zusammenfassung und Widerlegung des "Transformationsproblems" geschrieben:


    “William J. Baumol, who died last week at the age of 95, … carefully took Samuelson to task in his essay, The transformation of values: what Marx really meant. In so doing, he made an important contribution in explaining and validating Marx’s theory of value. Baumol points out that Samuelson, along with post-Keynesian Marxists like Joan Robinson, misunderstood Marx’s purpose in the so-called transformation of values into prices. Marx did not want to show that market prices were related directly to values measured in labour time. “Marx did not intend his transformation analysis to show how prices can be deduced from values”. The aim was to show that capitalism was a mode of production for profit and profits came from the exploitation of labour; but this fact was obscured by the market where things seemed to be exchanged on the basis of an equality of supply and demand. Profit first comes from the exploitation of labour and then is redistributed (transformed) among the branches of capital through competition and the market into prices of production.

    For Marx, that only labour creates value is self-evident. “Every child knows that any nation that stopped working, not for a year, but let us say, just for a few weeks, would perish…. This constitutes the economic laws of all societies, including capitalism. And every child knows, too, that the amounts of products corresponding to the differing amounts of needs, demand differing and quantitatively determined amounts of society’s aggregate labour”, Letter from Marx to Kugelmann, 11 July 1868, MECW, vol.43, pp.68-69.

    Total surplus value is produced from exploitation of work forces employed by various capitalists – the difference in value measured in labour time between that time needed for the wages of the labour force and the price of the commodity or service produced realised in the market place for the capitalist. But not the surplus value or profit achieved by each capitalist’s workforce does not go directly to the individual capitalist. Each capitalist competes in the market to sell its commodities. And that competition leads to profits being redistributed because profits tend to an average rate per unit of capital invested.

    The transformation of values created by labour into prices in the market means that individual prices will differ from individual values. As Baumol says, Marx knew that individual prices of production differed from individual values; unlike Ricardo who could not solve this transformation.

    So total surplus value is converted (transformed) into total profit, interest and rent, with the market deciding how much for each capitalist. Yes, ‘supply and demand’ decides profit or loss for an individual capitalist. But that is just the appearance or result of the distribution of profit through market competition but created by the overall exploitation of labour in the production process.

    Baumol’s explanation was a starting point for a more comprehensive answer and defence of Marx’s value theory developed by Marxist scholars like Carchedi, Yaffe, Kliman, Freeman, Moseley and others over the last 40 years since Samuelson’s attack.

    Baumol’s interpretation of Marx’s theory provides a powerful answer not only to Samuelson but also to the ‘standard interpretation’ of the transformation problem, as Fred Moseley has named it in his book, Money and Totality (a book that explains in detail all the theoretical issues raised by mainstream and other heterodox economists and answers them).

    Values in a commodity do not have to be ‘transformed’ into prices, as Robinson and Samuelson interpret Marx’s theory. Prices are the appearance in the market of the exploitation of labour in production process. As Fred Moseley says, if you accept Samuelson’s interpretation of Marx’s transformation of values into prices then “values do in fact cancel out and play no role in the determination of prices” (p229). However, this is not Marx’s theory. Individual values are not converted into individual prices of production: “individual values play no role in Marx’s theory of prices. What happens is that “total new value produced by current labour … is determined (in part) by the total surplus value produced, which in turn (in part) determines the general rate of profit and ultimately, prices of production… prices of production are not determined by multiplying transformation coefficients for each commodity by the individual values, but by adding the average profit to given money costs”.

    There is no need to transform the values of constant capital (machinery etc) and variable capital (labour power/workforce) into prices. They are already given as prices from the market in the previous process of production. The only transformation that takes place is the transformation of the total new value from the production process in a re-distribution through market competition, with profits going to the various capitalists depending on the size of capital each advanced at the start of production. …”


    Kurz gesagt: Ein "Transformationsproblem" hat nur der, der fälschlich meint, es gäbe eine Eins-zu-Eins-Entsprechung zwischen Warenwerten und (individuellen) Warenpreisen.


    Wal Buchenberg

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